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Achtung Satire: Warum sieben Menschenjahre nicht einem Hundejahr entsprechen!

Umrechnung Hundejahre in Menschenjahren

 

Der Euro verhält sich zum US-Dollar wie Menschenjahre zu Hundejahren. Für beides gibt es einen Umrechnungskurs. Doch während die Währungen an der Börse gehandelt werden und Schwankungen unterliegen, steht das Verhältnis von menschlichen zu hündischen Lebensjahren unerschütterlich fest: Es beträgt 7:1. Nur richtig ist es nicht.

Von Sören Emmzwoaka

Hundejahre umrechnen in Menschenjahre

Sören mit Moritz. Foto: Sören Emmzwoaka

Moritz zeigte schon im Alter von sechs Monaten Interesse am anderen Geschlecht – festzumachen an vor- und zurück schwingenden Hüftbewegungen an lebenden Objekten. Dass es sich bei den lebenden Objekten um Hündinnen handelte, deren körperliche Überlegenheit in Größe und Gewicht eine Paarung unmöglich gemacht hätte, störte den kleinen Moritz nicht. Die belustigten Kommentare von Herrchen und Frauchen der betroffenen Hündinnen – meist in direkter Ansprache: „Du bist ja früh dran“ – fasste er noch als Ermunterung auf. Bei Menschenkindern im umgerechneten Alter von dreieinhalb Jahren hätte ähnlich frühreifes Gebaren vermutlich die Kindergärtnerin auf den Plan gerufen – also das Ziel der sexuellen Gelüste selbst.

Auch in anderen Dingen ist mein Hund Moritz seinem fiktiven, gleichnamigen Menschen-Pendant voraus: Kaum auf der Welt, konnte er schon auf allen Vieren gehen und fressen; welches Baby macht direkt nach der Geburt krabbelnd und mampfend den Kreißsaal unsicher? Sein erstes Wort („Wuff“) brachte er mit 12 hervor – Tagen, nicht Monaten.

Mittlerweile ist Moritz vier Jahre alt, was angeblich 28 Menschenjahren entspricht. In diesem Alter ist man ein gemachter Mann. Und Hund? Nun ja, Moritz hatte bereits mit drei bzw. 21 Jahren  zahlreiche Prüfungen im Jagd- und Rettungshundewesen bestanden, was wohl mindestens einem Menschen-Diplom entspricht. Die klassischen Ziele „halbalter“ Erwachsener – einen Marathon laufen, ein Kind zeugen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen – sind für ihn keine Herausforderungen. Einen Marathon ist er nur deshalb noch nicht gerannt, weil ich den laufwütigen Drahthaar auf 10-20 Kilometer begrenze und einen Welpen würde er sofort zeugen, wenn man ihn nur ließe (die notwendige Ausrüstung ist jedenfalls noch vorhanden). Einen Baum hat Moritz zwar noch nicht gepflanzt, dafür macht er sich aber morgens, mittags und abends freiwillig um die sorgfältige Düngung der nordrhein-westfälischen Flora verdient. Und den perfiden Trick mit dem Hausbau hat er auch durchschaut: Kaum stünde  das „Haus“, also Zwinger oder Hundehütte, müsste er bei uns aus- und dort einziehen. Da macht er natürlich gar nicht erst mit.

So gerne es einige Hundebesitzer auch tun würden: Es ist nicht möglich, sieben eigene Lebensjahre zu opfern, um das Leben des Hundes um ein Jahr zu verlängern.

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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3 Kommentare

  1. Ach,l das ist ein toll geschriebener Artikel. Ich denke auch, dass man diese Umrechnerei vergessen sollte, da es weitest gehend Blödsinn ist. Ich freue mich immer wieder auf die Satiretexte auf der Seite 🙂

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