Allgemein, Aufmacher, Gesund & Fit, Hund & Mensch, Interview, Ressourcen, Verhalten
Kommentare 14

Giftköder: So schützt ihr euren Hund!

Giftköder Fiffibene Hundeblog

 

Erschreckend, aber leider wahr: Auch in diesem Jahr häufen sich bereits wieder die Giftköderwarnungen und Berichte über vergiftete Hunde. Dass ich diesen Leuten gegenüber nur Verachtung empfinde, versteht sich von selbst. Leider lässt es sich (noch) nicht verhindern, dass Giftköder von abartigen Menschen ausgelegt werden (Warum man Hundescheiße als süßen Apfel betrachten sollte). Aber es lässt sich daran arbeiten, dass Hunde nicht alles, was herumliegt, aufnehmen. Training und vorausschauendes Gassigehen wirken vorbeugend.

Leider lässt es sich nicht verhindern, dass Giftköder ausgelegt werden…

 

Wie man mit seinem Hund ein Anti-Giftköder-Training durchführen kann und warum man damit rechnen muss, dass – vor allem bei verfressenen Hunden – immer eine Unsicherheit bestehen bleibt, berichtet Frauke Loup, Hundeexpertin und Trainerin bei der Hunde-Akademie, im Interview mit dem Fiffibene Hundeblog.

Frauke, erzähl mal, was machst du, seit wann machst du es und wie bist du zu deinem Job gekommen?

Ich bin seit dem Jahr 2000 bei der Hunde-Akademie Perdita Lübbe und leite u.a. Welpen-Spielstunden, gebe Einzelstunden, aber auch Gruppentrainings mit 5 bis 6 Hund-Mensch-Teams sowie Hunde-Kommunikationsrunden für erwachsene Hunde. Wir bieten zudem Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Themen an. Ich habe Erziehungswissenschaften und Soziologie studiert, bin aber schon während des Studiums auf den Hund beziehungsweise zum Hundetraining gekommen – und dort schließlich „hängen geblieben“ *lacht*. Bei mir leben zwei Mischlingshunde, die ich aus dem Tierheim übernommen habe: Dobermann-Mischling Leo und Schäfermixhündin Fly.

Warum steuert die Mehrzahl der Hunde auf herumliegendes Essbares oder auch weniger Essbares zu – obwohl sie satt sind, versteht sich?

Ein Hund ist im Grunde genommen von Natur aus nie wirklich „satt“. Bedeutet: Ihrem Instinkt folgend versuchen Hunde möglichst viel Beute zu machen, um ein Reserve-Polster anzulegen. Dieses Bedürfnis haben sie auch dann, wenn der Futternapf des Hundes zuhause immer gut gefüllt ist. Andererseits ist es aber auch eine Typ-Frage: Während der eine Hund auf sein Hungergefühl hört, schlägt der andere zu, sobald sich eine Gelegenheit für einen Extra-Imbiss ergibt.

Ein Hund ist im Grunde genommen von Natur aus nie wirklich „satt“.

 

Oft gilt die Devise: Je seltener und verbotener ein Leckerbissen, umso verlockender ist er auch. Da ticken Hunde nicht viel anders als einige Zweibeiner. Es geht aber nicht nur darum, etwas Verbotenes zu tun, sondern eben auch um das Fressen an sich. Hunde belohnen sich mit selbstgefundenem Futter und zeigen das Verhalten, das zum Erfolg führte (in unserem Fall das Aufstöbern von Nahrung), in der Folge häufiger.

Anti-Giftköder-Training Fiffibene Hundeblog

Hunde suchen sich selbst gern ihr Fressen.

Was können Hundehalter tun, um zu verhindern, dass der Hund etwas – egal was – aufnimmt?

Was definitiv nicht zum Erfolg führt, ist, den Hund an der Leine am Objekt der Begierde vorbeizuziehen. Daraus lernt er nichts. Ein waches Auge während des Gassis, ein echtes Miteinander und eine stabile Beziehung zum Hund sind drei wichtige Punkte, die darüber entscheiden, ob der Hund etwas aufnimmt oder nicht.

Ein waches Auge während des Gassis, ein echtes Miteinander und eine stabile Beziehung zum Hund…

 

Und diese Punkte sind gar nicht so selbstverständlich wie man annehmen könnte. Immer wieder sehe ich zum Beispiel Hundehalter, die statt gemeinsam mit dem Hund spazieren zu gehen, auf ihr Handy starren. Oder Herrchen und Frauchen sind auf der Hundewiese so in eine Unterhaltung vertieft, dass sie nicht merken, was ihr Hund gerade treibt. Dabei ist es doch gerade schön, wenn man MIT dem Hund anstatt nur WEGEN ihm raus geht, oder nicht?

Auf jeden Fall! Wie wirkt sich denn ein fehlendes Miteinander noch aus?

Wenn der Hund feststellt, dass beim Gassigehen nichts Spannendes passiert und er keine Aufmerksamkeit vom Herrchen oder Frauchen bekommt, wird er sich anderen Dingen zuwenden. Wenn er genau in dem Moment, in dem er etwas Verbotenes tut – zum Beispiel herumliegende Essensreste aufnimmt -, eine Reaktion von seinem Zweibeiner erhält, wird er es immer wieder tun. Seine Taktik war ja schließlich erfolgreich. Daher mein Rat: die Zeit gemeinsam mit dem Hund verbringen und ihn sinnvoll beschäftigen, zum Beispiel mit Gehorsamsübungen, Suchspielen oder Tricktraining.

Und wie sieht so ein Giftköder-Training aus?

Wichtige Grundlage des Trainings ist zunächst einmal, dass der Hund gelernt hat, Grenzen zu akzeptieren und ein „Nein“ als Abbruchsignal bereits kennt. Damit er speziell von Essensresten „die Pfoten lässt“, legt man für das Anti-Giftköder-Training gezielt etwas Leckeres aus. Dabei ist es sinnvoll, unterschiedliche Leckereien einzusetzen, damit der Hund nicht nur auf einen speziellen Reiz trainiert wird. Wir verwenden zum Beispiel auch belegte Brötchen, Döner & Co.

Anti-Giftköder-Training Fiffibene Hundeblog

Setzt beim Training unterschiedliche Leckereien ein, damit der Hund nicht nur auf einen speziellen Reiz trainiert wird.

Der Hund sollte zu Trainingsbeginn an der kurzen Leine sein, später dann an der Schleppleine. Sie dient als verlängerter Arm, wenn der Hund das Kommando „Nein“ noch nicht sicher beherrscht und sich nicht zuverlässig von der Beute abrufen lässt. Die Leine wird schrittweise verlängert. Wichtig ist, dass man nicht zu schnell zu viel vom Hund verlangt.

Nicht zu schnell zu viel vom Hund verlangen!

 

Bewegt sich der Hund zum ausgelegten Leckerli, blockiert man ihn und sagt bestimmt „Nein“. Blockieren heißt in dem Fall, dass man sich dem Hund in den Weg stellt oder sogar ein Stück auf ihn zugeht, sich groß macht, Spannung in den Körper bringt und das Ganze auch stimmlich mit einem „Nein“ begleitet. Jedes Mal, wenn der Hund sich von dem Leckerbissen abwendet, wird er ausgiebig gelobt.

Ausgiebiges Lob nicht vergessen!

 

Wir setzen in unserer Arbeit hauptsächlich den Körper ein. Ist der Hund allerdings nicht unmittelbar erreichbar und befolgt er ein „Nein“ nicht zuverlässig, dient die Leine als verlängerter Arm. Aber auch dann wird nicht an der Leine gezogen, sondern gezupft.

Zahngesundheit Hund

Wie kann man schon Welpen darauf trainieren?

Die Frage müsste eigentlich eher heißen: Wie kann man Herrchen und Frauchen trainieren. *lacht* Fakt ist, dass Welpen ausgesprochen viel ins Maul nehmen. Sie erkunden auf diese Weise ihre Umwelt. Das Problem: Meistens rennen die Hundehalter aufgeregt hinter dem kleinen Erkunder her und machen ihm seine Beute streitig. Dabei wird dem jungen Hund ausnahmslos alles aus dem Mäulchen gezogen, egal ob Blätter, Stöckchen, Erdklumpen oder eben Essensreste. Aufmerksamkeit und „Beuteklau“ bewirken aber, dass der Hund erstens immer wieder Dinge aufnimmt, und zweitens, dass er sie möglichst schnell verschlingt oder wegträgt, bevor der zweibeinige Spielverderber sich nähert. Am besten geht man in dieser „oralen Phase“ mit dem Welpen möglichst dort spazieren, wo wenig Müll herumliegt und lässt ihn ungefährliche Dinge, wie Blätter, Stöckchen & Co., in Ruhe erkunden.

Warum wird nicht bereits in Welpen- oder Junghundegruppen mit dem Anti-Giftköder-Training begonnen?

Die Hunde-Akademie integriert das Training bereits. Es ist ja im Grunde genommen nichts anderes als eine Übung zum Setzen von Grenzen. Hundemütter zeigen ihren Welpen ja auch bereits früh und sehr deutlich, was sie für sich beanspruchen dürfen und was nicht. Sie legen beispielsweise einen Knochen vor sich hin und machen dem Welpen eine klare Ansage, sobald er versucht, sich dem Futter zu nähern. Für ein frühes Training spricht zudem, dass es umso schneller zum Erfolg führt, je jünger der Hund ist und je weniger Erfahrungen er bereits gemacht hat.

Hundewiese

Je früher trainiert wird, desto besser ist das Ergebnis!

Kann man dem Hund mit 100%iger Sicherheit abgewöhnen, etwas vom Boden aufzunehmen?

Ich behaupte nein, wobei es nichts gibt, was es nicht gibt. Der Erfolg hängt sowohl vom Menschen als auch vom Hund ab. Ich behaupte, dass es in Einzelfällen möglich ist, dem Hund das Auflesen von Nahrung zu 100 Prozent abzutrainieren. Grundsätzlich würde ich das aber nicht unterschreiben. Der Reiz ist einfach zu groß und Hunde haben ein natürliches Bedürfnis, sich selbst um Nahrung zu kümmern. Vor allem sehr verfressene Hunde werden trotz Trainings immer wieder probieren, etwas aufzusammeln.

Was spricht gegen das Tragen eines Maulkorbes, was dafür?

Für mich steht Erziehung immer an erster Stelle, d.h. der Hundehalter sollte lieber die Zeit und Arbeit in ein Training investieren als dem Hund einen Maulkorb aufzusetzen. Das wäre dem Hund gegenüber einfach nicht fair. Im Notfall spricht aber nichts dagegen. So kann ich gut nachvollziehen, dass Leute zum Maulkorb greifen, wenn sie in einer besonders gefährdeten Gegend wohnen oder der Hund noch nicht zuverlässig hört. Dann kann man das sicherlich vorübergehend machen. Der Hund muss allerdings an den Maulkorb gewöhnt sein und es sollte sichergestellt sein, dass er nichts durch den Maulkorb aufnehmen kann.

Sollte man Hunden verbieten, Leckerli von anderen Hundebesitzern anzunehmen?

Eigentlich schon, denn sonst denkt der Hund, dass alles Fressbares für ihn bestimmt sei. Aber auch hier gilt, dass der Hundebesitzer entscheiden muss und der Hund sich an seinen Entscheidungen orientiert – nicht anders herum.

Wau Wau Box

Viele Leute verstecken während des Gassis Leckerlis im Gras, im Gebüsch, am Wegesrand, um ihren Hund auch geistig auszulasten. Ist das nicht eher kontraproduktiv?

Das hängt davon ab, wie eng die Mensch-Hund-Beziehung ist. Man kann seinem Hund durchaus beibringen, dass er nur dann etwas sucht und aufnimmt, wenn er ein Signal dazu erhält. Ein Hund muss dann aber auch ein „Nein“ befolgen, wenn er auf eigene Faust etwas „Fressbares“ findet. Wenn der Draht zum Hund schlecht ist oder es sich um einen Hund der Kategorie „Staubsauger“ handelt, sollten Suchübungen lieber vermieden und der Hund anders ausgelastet werden. Ansonsten würde das Training ihn noch geschickter im Aufspüren von Nahrung machen.

Bei manchen Hunden sollte man von einem Suchtraining absehen.

 

Was sind die „Lieblingsorte“ der Giftköder-Ausleger?

Das ist mittlerweile schwer zu sagen. Die Gefahr ist auf beliebten, stark frequentierten Gassi-Wegen oder in Hundeauslaufgebieten tendenziell größer als in abgelegenen Waldstücken. Man sollte aber immer achtsam sein und seinen Hund im Auge behalten.

Liebe Frauke, vielen Dank für das tolle Gespräch!

 

Wie schützt ihr eure Hunde vor Giftködern?

 

Mehr zum Thema und wie ich darüber denke: Warum man Hundescheiße als süßen Apfel betrachten sollte! und Sündenbock Hund?

 

Foto Titel: Debra Bardowicks; Fotos: Clipdealer

 

Neele
Find me

Neele

Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
Neele
Find me
(Visited 2.509 times, 3 visits today)

14 Kommentare

  1. Das blode ist, es gibt genug Menschen, die sich an die Vorschriften halten beziehungsweise das was du dir wunschst, und die trifft es dann aber trotzdem beziehungsweise ihre Hunde. Wie rechtfertigst du dann das Verhalten von hundehassern?

    • Lieber Jeremy, ich finde, dass das Verhalten von Hundehassern niemals zu rechtfertigen ist. Das sind leider verrückte Menschen, die eingesperrt gehören – meiner Meinung nach. Ich habe das auch in diesen Beiträgen sehr deutlich gemacht: http://fiffibene.de/hundescheisse-macht-noch-keinen-giftkoeder/ und http://fiffibene.de/der-hund-als-suendenbock/. Die Anti-Giftköder-Trainings-Tipps sind einfach als Angebot zu verstehen, damit wir wenigstens etwas tun können, um den Schutz für unsere Hunde zu erhöhen. Wir können nur hoffen, dass sich das Tierschutzgesetz wie in den USA verschärft und solche Leute hinter Gitter kommen. Ich verstehe nicht und es macht mich unglaublich wütend, warum Hunde immer noch weniger wert zu sein scheinen als Menschen. Für mich gibt es zwischen keinem Lebewesen einen Unterschied. Der Mensch ist die einzige Art, die sich für etwas besseres hält, abartig.
      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar.
      Wilma & Neele

  2. Tobi (und Mikau) sagt

    Hallo Nele,

    vielen Dank für die guten Tipps. Ich bin sehr froh, dass Mikau eigentlich nie etwas aufnimmt. Da hier in der Ecke nun aber auch schon Giftköder gemeldet worden sind, bin ich doppelt aufmerksam.

    Auch wenn Mikau eigentlich vorbildlich alles liegen lässt, werde ich mit ihm nochmal den Test machen und was verstecken. Üben kann ja schließlich nicht schaden.

    Vielen Dank,
    Tobi (und Mikau)

    • Lieber Tobi, dann ist Mikau aber wirklich ein vorbildlicher Hund bzw. ihr ein super Team! Ich muss eindeutig mit Wilma üben, denn sie würde keine Gelegenheit für einen Extra-Snack auslassen (Wili gehört leider zu den Staubsauger-Hunden und zu denen, die Verbotenes liiieeben…).
      Ganz liebe Grüße und danke für deinen Kommentar 😉
      Wilma, the master of desaster, und ihr Zweibein Neele

  3. Hallo liebe Nele,

    erstmal Kompliment, ich fand den Artikel sehr informativ und super geschrieben.
    Wenn ich an Giftköder denke, bekomm ich sofort Panik. Die sozialen Netzwerke sind voll mit neuen Meldungen, auch bei uns in der Gegend. Wir lassen Molly wirklich sehr gern ohne Leine laufen, gerade an Feldwegen usw. Doch nach diesen ganzen Meldungen bin ich unglaublich Vorsichtig geworden, was den schönen Spaziergang dann auch oft wieder nicht so schön macht. LEIDER!

    Liebe Grüße,
    Rebecca mit Molly

    • Hi, ihr Lieben. Oh ja, dieses Gefühl kenne ich. Es ist sehr schade, dass man sobald der Hund irgendwo länger schnüffelt reflexartig an Giftköder denkt. Ich hoffe so sehr, dass diese Menschen auf irgendeine Art bestraft werden und kein Hund mehr sterben muss. Ich verstehe diese Menschen einfach nicht. ;-(
      Danke für deinen Kommentar und dein Lob ;-))))))
      Gaaaanz liebe plattschnäuzige Grüße von Wilma-Pupi und mir

  4. Wirklich guter Artikel.
    Bei uns ist der Gegend ist es zur Zeit leider auch „Mode“ gefühlte 1.000 Giftköder auszulegen.
    Daher greifen wir nun zum Maulkorb (den wir lange lange mit viel Ruhe und Geduld antrainiert haben).
    Da Deco und Pippa beide von der Straße kommen und einen sehr weiten Laufradius besitzen, schaffe ist es nicht in 30 – 50 Meter noch ein Abbruchssignal frühmöglich rauszufeuern 😉
    LG, Carola mit Deco + Pippa

    • Liebe Carola, das kann ich sehr gut verstehen! Ich bin schon ganz paranoid, weil man ja mittlerweile wirklich überall damit rechnen muss, dass irgendein Irrer herumläuft und Gift auslegt.
      Ganz liebe Grüße und hoffentlich bleibt ihr alle gesund!!!!
      Knutscher von Wilma <3

  5. Ein guter Artikel über ein zur Zeit sehr wichtiges Thema!
    Ich habe mit Stimpy auch ein Anti-Giftköder-Seminar besucht und wir bauen alles etwas positiver auf! Da gibt es kein nein und kein „sich vor dem Hund aufbauen“! Denn ICH sehe nicht wann mein Hund etwas hinter dem Baum oder im Graben erschnüffelt. Wir haben gelernt und trainineren fleißig weiter daran, dass Stimpy ein Anzeiger für menschliche Müllreste wird! Sie zeigt bei Lebensmitteln ein bestimmtes Verhalten, in ihrem Fall wendet sie sich mir zu sobald sie etwas gefunden hat, und ich belohne sie dementsprechend! Denn wenn ich mit Negativreizen bei ihr arbeiten würde, wäre das Essen bzw der Köder schneller in meinem Hund als ich gucken kann.
    Aber ich unterschreibe sofort das Training miteinander! Das schweisst sehr zusammen…
    Ich hoffe dass der Trend des Köder auslegens bald wieder abebbt und nicht allzu viele 4 Beiner sich quälen müssen! Die schlimmste Vorstellung für jeden Hundehalter!

    ganz liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

    • Liebe Steffi, vielen Dank für deinen Kommentar und die Schilderung deiner Erfahrung. Das klingt super! Schöne Herangehensweise! Ich glaube, dass es unglaublich wichtig ist zu lernen, seinen Hund zu lesen – jeder Hund „spricht“ anders und man versteht seinen Schatz umso besser, je intensiver die Beziehung ist, denke ich.
      Ganz liebe Grüße von uns beiden 😉

  6. Liebe Neele,

    Ein wirlich gelungener Artikel. Ich kann mich den Worten von Andrea nur anschließen. Wir habe auch nicht extra trainiert Gefundenes nicht sofort hinunterzuschlingen. Am Anfang hat Charly alles Fressbare in Rekordzeit inhaliert. Das wurde mit den Jahren aber besser und heute nimmt er es nur mehr, wenn ich es ausdrücklich erlaube. *meistens jedenfalls*

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

    • Liebe Sonja, vielen, lieben Dank 😉 Es gibt also noch Hoffnung für Wilma und mich 😉 Noch klappt es bei uns nämlich nicht zu 100 Prozent.
      Ganz liebe Grüße an euch beide *schleckdurchsGesicht* von Wilma

  7. Liebe Nele, ein wunderbarer Artikel, mit dem ich mich nach meinen Erfahrungen voll und ganz Frauke anschließen kann.

    Linda ist ja nun sehr verfressen, was sich in den 2,5 Jahren unseres Zusammenseins aber schon sehr gebessert hat. Soll heißen, Madame würde heute nicht mehr alles nehmen – sie ist schleckig geworden.

    Die angesprochene Mensch-Hund-Beziehung und das gemeinsame Erleben haben bei uns dazu geführt, dass mich Linda in der Zwischenzeit „fragt“, ob sie gefundenes aufnehmen darf oder nicht. Das heißt, sie bohrt mir solange ein Loch in den Rücken, bis ich bemerke, dass sie etwas spannendes gefunden hat und lässt dann in der Regel davon ab, wenn ich sie darum bitte. Sie geht einfach auf meine Wünsche ein, weil ich auch oft genug auf ihre eingehe. Speziell trainiert habe ich das aber irgendwie nicht, es ergibt sich aus unserem fortwährenden Dialog. Und natürlich klappt das nicht immer zu 100 %, aber doch in ganz vielen Fällen… 😉

    Zu den Fundstellen möchte ich noch anmerken, dass nicht nur bevorzugte Gassistrecken gefährdet sind, sondern vor allen Dingen die, wo viele Interessensgruppen aufeinander treffen. Sprich, Gassistrecken gepaart mit beliebten Strecken für Jogger, Fahrradfahrer und sonstigen Spaziergängern…

    In der Hoffnung, dass es bei uns allen niemals zu diesem Alptraum kommen möge

    GLG Andrea und Linda

    • Liebe Andrea, hehe, die bohrenden Blicke kenne ich auch ;-))) Allerdings in etwas anderem Kontext. Das ist spannend, dass du sagst, dass du es nicht explizit trainiert hast. Das deckt sich mit dem, was ich aus dem GEspräch mitgenommen habe: im Grunde geht es nicht so sehr um reines TRaining, sondern um das Miteinander, das, was sonst in der Hund-Mensch-Beziehung stattfindet – oder eben auch nicht -, wie eng die Beziehung ist. Ich finde das, was du oben beschreibst (Kommunikation über unsichtbare Bande) wirklich toll!
      Danke auch für deine Ergänzung zu den „Fundstellen“.
      Gaaanz liebe Grüße an euch beide von uns beiden <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.