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Buchrezension & Interview: „Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“

Das Leben mit Hund ist einzigartig Hundeblog Fiffibene

 

„Danke Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“ heißt das aktuelle Buch von Birgit „Biggi“ Lechtermann. Auf 160 Seiten nimmt die Autorin, Fernsehjournalistin und TV-Moderatorin den Leser mit auf eine faszinierende Reise in die Welt der Hunde und ihrer vielfältigen Talente.

Anhand berührender Beispiele beschreibt Biggi Lechtermann, wie Hunde Menschen helfen. So werden Kinder mithilfe von Hunden bessere Schüler. Bei Krankheiten fördern die Vierbeiner die Kraft und den Genesungswillen ihrer Halter. Hunde erspüren sogar Krebs oder die Unterzuckerung bei Diabetikern. Ein Hund bringt frischen Wind und Freude in ein Zuhause und seine Gesellschaft mildert Stress und Schmerzen wirkungsvoller als Medikamente – ein Hund ist eben die beste Medizin! Auf diese verblüffenden Talente geht Lechtermann in 13 Kapiteln näher ein.

Danke, Dog Buch auf dem Fiffibene Hundeblog

Der Titel „Danke, Dog“ ist Programm

Dabei ist der Titel des Buches Programm. Viele Prominente und nicht-prominente Menschen bedanken sich in diesem Buch bei ihrem Hund: „Das Buch ist als längst überfällige Hommage an den treuesten Freund des Menschen gedacht“, so die Autorin. „Hunde sind treue Begleiter, Flirtvermittler, Superspürnasen und Lebensretter. Ohne die Domestizierung des Wolfes hätte der Mensch laut Genforschern niemals die Welt erobern können“, so die TV-Moderatorin.

Wir verdanken unseren Hunden so viel!

 

Biggi Lechtermann – selbst Frauchen einer Tibet-Terrier-Dame namens Tilly – fasst in sympathischen und ebenso unterhaltsamen wie emotionalen Erzählungen ihr Leben mit und ihre Liebe zu ihren Hunden in Worte. Gespickt mit Wissenswertem rund um die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Hunden sowie vielen Erfahrungsberichten von Hundebesitzern, zeigt das Buch die Bandbreite der positiven Einflüsse von Doktor Hund. Ihre Recherchen führte Lechtermann u.a. zu Wissenschaftlern, Ärzten, Lehrern, Psychologen sowie Betroffenen, die auf die Hilfe ihrer vierbeinigen Freunde angewiesen sind und ihnen häufig nicht nur ihre Gesundheit, sondern sogar ihr Leben verdanken.

Fazit

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus emotionalen Erfahrungsberichten, unterhaltsamen Anekdoten und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Ziel, die längst fällige Hommage an den treuesten Freund des Menschen nachzuholen, ist Lechtermann mit diesem Buch gelungen. „Danke, Dog“ steckt voller Herzblut und ist ein ganz besonderes Dankeschön an unsere ältesten Gefährten.
Fiffibene hat die Autorin für euch interviewt:

Das Leben mit Hund ist einzigartig Hundeblog Fiffibene

Biggi Lechtermann mit ihrer Tibet-Terrier-Dame Tilly. Foto: picture alliance Ossinger

Interview mit Biggi Lechtermann zu „Danke, Dog“

Frau Lechtermann, wie sind Sie vor 25 Jahren auf den Hund gekommen?

Mein erster Hund Luna, ein Tibet-Terrier, ist eigentlich „zufällig“ in mein Leben getreten. Da es Zufälle bekanntlich ja nicht gibt, hier die wahre Geschichte: Meine Freundin wollte sich auf einem Bauernhof einen Wurf West Highland Terrier anschauen. Ich habe sie begleitet. Bauer Joschi fragte irgendwann, ob ich nicht auch einen Hund wolle. Nein, wollte ich nicht! Mein Mann und ich waren viel zu viel fürs Fernsehen unterwegs. Und wenn einen Hund, dann so ein wuscheliges „Etwas“, wie Boomer. „Ah“ sagte der Bauer, ich glaube ich habe da eine Überraschung für Sie. Ich fahre mal eben zum Nachbarhof. Als er zurückkam, hatte er genau den Welpen im Arm, den ich mir schon immer gewünscht hatte! Jetzt ging es nur noch darum, meinen Mann von der Anschaffung des Hundes zu überzeugen. Da hatten meine Freundin und ich einen genialen Plan, und der funktionierte, weil es ein ganz einfacher „Frauen-Plan“ war. Diesen beschreibe ich übrigens sehr ausführlich im Anfangs-Kapitel meines Buches „Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“ und viele Leser haben mir schon geschrieben, dass sie sehr herzlich darüber gelacht haben. So trat die kleine „Luna“ in unser Leben!

Was ist Ihnen aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben?

Mein erster Hund war „Tibet-Terrier“ Luna, unser zweiter Hund ist ebenfalls ein Tibet, das ist Tilly, eigentlich „Tante Tilly“, die auch auf dem Cover des Buches abgebildet ist. Als Luna nach 13 Jahren starb war die ganze Familie untröstlich. Wir wollten eigentlich keinen neuen Hund, zu schwer war uns der Abschied gefallen. Sie fehlte sehr. Ein Leben ohne Hund war für uns aber nicht nur ungewohnt, sondern nach einigen Monaten ganz unvorstellbar. So machten wir uns auf die Suche nach einem Welpen. Wir erfuhren über Freunde, dass es im Sauerland eine nette Familie gibt, die ebenfalls ganz vernarrt in Tibet-Terrier ist und diese züchtet. Tatsächlich gab es genau zu der Zeit einen Wurf. Die Kleinen wuchsen mit Mama und Papa ganz kuschelig im Wohnzimmer der Familie auf. Gleich beim ersten Besuch krabbelte die kleine Tilly aus der Wurfkiste direkt in die Arme meiner damals achtjährigen Tochter. Da war es um uns geschehen!

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Buch zu schreiben?

Ich hatte mich mit meinem Verleger zum Mittagessen verabredet. Wir wollten uns endlich einmal wieder austauschen, über neue Projekte und Ideen sprechen. Meinen Hund hatte ich zu unserem Termin mitgenommen. Tilly, freute sich über alle Maßen und wickelte mit ihrem Charme mal wieder meinen Verleger um den kleinen Finger! So unterhielten wir uns eine Weile über Hunde. Ich erzählte von welch unterschiedlicher Bedeutung, aber immer enormer Wichtigkeit, Tilly für jeden einzelnen in meiner Familie sei. Mal Jogging-Partner, dann Seelentröster. Sie macht einfach glücklich. Mein Verleger erzählte mir dann, dass Hunde heute immer mehr als Co-Therapeuten und Co-Pädagogen eingesetzt würden. Vielleicht hätte ich ja Lust zu recherchieren, auf welchen Gebieten Hunde heute tatsächlich überall Menschen helfen, ihnen guttun. Ich hatte nicht nur Lust, ich war begeistert!

Ihr Buch in drei Sätzen.

Eine Hommage an den treuesten Freund des Menschen, dessen Gesellschaft Stress und Schmerzen mildert, manchmal wirkungsvoller als Medikamente. Der Hund als Begleiter, Genesungs- und Verkupplungshilfe, als Stimmungs-Aufheller und Familienmitglied. Mit ihm werden Kinder bessere Schüler, er kann nicht nur Schimmelpilz oder Drogen erschnüffeln, sondern sogar Krebs.

Wie sahen Ihre Vorbereitungen aus? Wie lange haben Sie recherchiert? Mit wem haben Sie während der Recherchen gesprochen?

Die Recherchearbeiten haben ein Jahr betragen. Für das Buch „Danke Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“, habe ich zum einen Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Psychologen, aber auch Logopäden und Physiotherapeuten interviewt. Sie haben mir ihre neuesten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse über die positiven Auswirkungen beim Einsatz von Hunden erzählt. Bei den Studien zum Thema: „Hunde können Krebs erschnüffeln“ hat mich besonders die hohe Trefferquote fasziniert und die Tatsache, dass wir Menschen derzeit über keine bildgebenden Geräte verfügen, die in so frühem Stadium bereits Krebs zeigen, wie Hunde ihn riechen können. Auf der anderen Seite habe ich auch mit Menschen gesprochen, Menschen besucht, die jeden Tag nicht nur auf ihren vierbeinigen Partner angewiesen sind, sondern der sie bereits im Vorfeld vor einer lebensbedrohlichen Situation warnt. Diabetiker- oder Epilepsiewarnhunde verfügen hier wirklich über ein faszinierendes, angeborenes Talent. Ihre Besitzer schilderten mir sehr eindrucksvoll, wie ihre Hunde Tag und Nacht aufpassen und rechtszeitig warnen. Sie alle lieben ihren Partner auf vier Pfoten und konnten gar nicht aufhören, ihnen zu danken.

Was war der emotionalste Moment bei Ihren Recherchen?

Professor Nauck von der Palliativstation der Uni Klinik Göttingen erzählte mir von seinen Erfahrungen mit Sterbenden, die ihren Hund mit auf seine Station bringen dürfen. Das geht nur, weil, die Zimmer alle hinten zum Garten eine Tür haben. So können die Angehörigen den Hund hinauslassen. Die vierbeinigen Partner wissen scheinbar sehr genau, dass sich Herrchen oder Frauchen auf den Weg machen, diese Welt zu verlassen. Sie verhalten sich unisono ruhig, der Situation angemessen. Die Patienten mit Hund benötigen viel weniger Schmerzmittel und Morphium.

In den 13 Kapiteln Ihres Buches gehen Sie auf die vielfältigen Talente unserer vierbeinigen Freunde ein (Der Kinder-Dogtor, Der Gefängnis-Dogtor, Der Dogtor mit der Supernase, Der Dating-Dogtor…). Haben Sie ein Kapitel, das Ihnen besonders am Herzen liegt? Warum?

Mein sehr persönliches Kapitel, in dem ich „meinen verrückten Hundesonntag“ beschreibe, den es so ohne Tilly niemals gegeben hätte und ähnliche Erlebnisse dieser Art auch ohne sie nicht geben wird. Es beschreibt einfach sehr witzig, wie gut mir der Hund tut und wie er mein Leben bereichert.

Nun helfen Hunde uns Menschen in selbstloser Weise. Was sollte der Zweibeiner dabei niemals vergessen? Wie können wir unseren Hunden das danken (lesen können sie ja leider nicht)?

Wir können uns bedanken, in dem wir unsere Hunde gut ernähren, sie lieben, mit ihnen spielen, ihnen genug Auslauf verschaffen und darauf achten, dass ihnen nichts Böses widerfährt. Und indem wir ihre artgerechte Lebensweise immer im Blick haben.

Liebe Frau Lechtermann, herzlichen Dank für dieses sehr interessante Interview! 

Was das Leben mit Hund für Biggi Lechtermann so einzigartig macht, lest ihr hier: click!

 

Gewinnspiel: Fiffibene Hundeblog verlost 5 Exemplare von „Danke, Dog!“

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Wofür möchtet ihr eurem Hund danken?

 

Wofür möchtet ihr eurem Hund Danke sagen? Ihr könnt entweder unter diesem Beitrag oder unter dem entsprechenden Post auf der Fiffibene Fanpage einen Kommentar hinterlassen. Dadurch landet ihr automatisch im Lostopf.

Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 20. Dezember um 23:59 Uhr. Aus allen Teilnehmern ziehen Wilma und ich am nächsten Tag den glücklichen Gewinner. Er wird von uns am 21. Dezember per E-Mail benachrichtigt.

Für alle Ungeduldigen gibt es hier schon einmal eine Kostprobe:

Leseprobe Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin

Danke Dog Leseprobe KuschAlarm

Viel Glück!

*Mitmachen können alle, die ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben. Eine Mehrfachteilnahme ist nicht möglich. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Facebook oder seinen Betreibern. Es wird weder von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

„Danke Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“ auf einen Blick

Biggi Lechtermann
Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin
160 Seiten
Zeitgeist Media, Düsseldorf
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3-934046-24-5
Website Lechtermann
„Danke, Dog“ ist auch auf Facebook.

 

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Neele
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