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Digital Detox: Wir sind dann mal off! [Blogparade]

Behind the scenes Fiffibene Hundeblog

 

Davon habt ihr bestimmt schon gehört, aber habt ihr es selbst schon einmal ausprobiert? Digitales Entgiften (Neu-Deutsch: digital detox) ist das neue Fasten. Der Verzicht gilt dabei nicht etwa fester Nahrung, Alkohol oder Zucker. Verzichtet wird auf alles Digitale. Oh ja, richtig gehört: Keine E-Mails, kein WhatsApp, kein Facebook, Twitter & Co., kein gelegentliches Surfen im Internet.

Kraft tanken im digitalen Off

Wenn wir offline sind, sind wir analog, so richtig im Leben. Es kann vorkommen, dass wir ein paar Minuten mit uns allein sind. Das macht vielen Menschen Angst, obwohl es sehr heilsam sein kann. In diesen Momenten können wir uns sammeln, neue Kraft schöpfen und dem Lärm, der Ablenkung und all den Reizen unserer Welt entgehen. Keine digitale Zerstreuung, kein Chatten & Co.

Mittelalterliche Foltermethode? Nee!

 

Für einige Menschen erinnert eine digitale Auszeit eher an eine Neuauflage mittelalterlicher Foltermethoden. Sich von seinem Smartphone, iPad & Co. zu trennen, kommt schließlich fast schon einer Amputation gleich. Wir werden acht Tage lang testen, wie es sich für uns, die wir nur mäßig im Social Web unterwegs sind, anfühlt. Als Blogger sind wir naturgemäß digitale Geschöpfe. Aber auch dann tut eine Online-Pause sicherlich gut (Blog Burn-Out).

Als Blogger sind wir digitale Geschöpfe…

 

Tipps fürs Bloggen Hundeblog Fiffibene

Was aktuelle Studien zur Smartphone-Nutzung zutage fördern, ist erschreckend. So weist Psychologin und Buchautorin Doris Wolf darauf hin, dass bei einer Nutzung von Smartphone & Co. von zwei bis drei Stunden pro Tag mit gesundheitlichen Folgen zu rechnen ist. Sie nennt beispielsweise Depressionen, Schwächung des Selbstbewusstseins, Entzugserscheinungen, fehlende Konzentration und Aufmerksamkeit.

„head down generation“

 

Auch unsere Physis leidet: Wissenschaftler bezeichnen die Smartphone-Nutzer bereits als „head down generation“. Wegen des kleinen Bildschirms sind wir gezwungen unseren Kopf in Richtung unseres digitalen „Begleiters“ zu beugen. Das wirkt sich auf Dauer u.a. negativ auf die Nackenmuskulatur aus. Durch die gebeugte Haltung des Oberkörpers atmen wir zudem flacher, die Lungenfunktion ist eingeschränkt. Das wiederum beeinflusst laut Wolf die Sauerstoffzufuhr und kann zu Gefäßerkrankungen führen. Auch die einseitige Armhaltung belastet Muskeln, Sehnen und Gelenke. Die Folgen: Verspannungen und Sehnenscheidenentzündungen.

Laut Wolf ist auch die Psyche in Gefahr…

 

Doris Wolf sieht auch die Psyche in Gefahr. Körper, Körperhaltung und Seele beeinflussen sich gegenseitig: Wenn ich eine „depressive Körperhaltung“ einnehme (gesenkte Schultern, gesenkter Kopf wie bei der Smartphone-Nutzung), spiegelt sich das in meiner Stimmung: Ich fühle mich depressiv oder zumindest niedergeschlagen. Doch nicht nur das: Eine gebeugte Haltung ist zudem charakteristisch für unsichere, schüchterne Menschen. Unsicherheit und beeinträchtigtes Selbstbewusstsein korrelieren ebenfalls mit der Smartphone-Nutzung. Mehr zu den Folgen und Tipps zur gesunden Nutzung findet ihr hier: click.

Sogar Unternehmen raten zum „digital detox“…

 

Bei sehr vielen Menschen ist das Verlangen nach Ablenkung durch das Smartphone bereits so groß, dass sie entzugsähnliche Verhaltensweisen zeigen, wenn es mal nicht zur Hand oder der Akku leer ist. Um dem entgegen zu wirken, erfreut sich die digitale Entgiftung zunehmender Beliebtheit. Sogar einige Unternehmen reagieren auf diesen Trend und deaktivieren die E-Mail-Konten ihrer Mitarbeiter, während diese im Urlaub sind. Denn Studien bestätigen: Wir finden unser inneres Gleichgewicht am ehesten wieder, wenn wir zwischendurch alle Geräte abschalten.

Zwischendurch alle Geräte abschalten tut gut!

 

Wir testen das digital detox 8 Tage lang….

Auch wenn wir nicht zu den exzessiven Nutzern gehören (ganz und gar nicht, denn selbst als Blogger posten wir nicht einmal täglich, manchmal nicht einmal wöchentlich), möchten wir acht Tage lang testen, wie es ist, komplett offline zu sein. Kein Smartphone, keine E-Mails, kein PC, kein WhatsApp, kein Social Media, kein sonst was. Wir begeben uns zurück ins analoge (Stein-)Zeitalter.

…zurück ins reine analoge Zeitalter…

 

Vielleicht greife ich anfangs tatsächlich gewohnheitsmäßig nach meinem Smartphone. Schon eine sehr schwache „Entzugserscheinung“ zeigt umso mehr, wie wichtig es ist, uns ab und zu eine digitale Auszeit zu gönnen – auch und gerade als Blogger, auch und gerade in einer so stark digital geprägten Welt.

Ein neues Gefühl von Ruhe zu empfinden, nicht erreichbar zu sein und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt im Leben, ist es allemal wert.
Tipp: Nehmt euch dafür unbedingt Urlaub, denn sonst wird es schwierig, dem Arbeitgeber zu erklären, warum ihr jegliche digitale Kommunikation verweigert.

Wer macht mit?

Blogparade zum Thema „digitale Auszeit“

Ich rufe hiermit ganz offiziell eine Blogparade auf. Seid ihr bei der Blogparade dabei? Dann verfasst innerhalb der kommenden acht Wochen einen Beitrag auf eurem Blog, in dem ihr uns verratet, warum eine digitale Auszeit für euch Sinn/keinen Sinn macht. Verlinkt in eurem Beitrag einfach auf unseren Beitrag auf dem Fiffibene Hundeblog und schickt mir euren Link an neele@fiffibene.de. Ich werde nach Ablauf der Blogparade einen Beitrag verfassen, in dem ich alle eure Beiträge aufliste, zusammenfasse und verlinke.

Ich freue mich auf eure Gedanken!
Wir sind dann mal off 😉

 

Hundeblog Wilma für Chez Lilli

Foto: Fotografiert von Tom Maurer für Chez Lilli – Schönes für Hund & Halter

 

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Neele
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