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Geborener Yogi oder „Problemhund“: Der Mensch entscheidet!

Menschen machen Problemhunde

 

In dem Artikel „Darum sind Hunde die geborenen Yogis“ habe ich die These aufgestellt, dass Hunde ein Leben führen, von dem viele Menschen träumen, oder zu dem sie erst durch teilweise jahrelange Yoga-Praxis, Coaching etc. zurückfinden. Der entscheidende Unterschied zwischen Hund und Mensch: „Hunde kennen keinen Fanatismus, keine Kriege, keine Schönheitsideale, keine protzigen Wagen, keine Motivationstrainer. Warum? Weil sie es nicht nötig haben! Sie wollen nichts erreichen, sondern einfach nur sein und die Welt erkunden.“ Weiterlesen.

Jedoch muss man hier differenzieren: Dieses Leben führen nur diejenigen Hunde, die artgerecht leben und nicht in menschengemachte Formate gepresst beziehungsweise vermenschlicht werden. Die These trifft auf Hunde zu, die ein hundgerechtes Leben führen dürfen, die unter gesunden Haltungsbedingungen groß werden, keine körperlichen Leiden haben – sei es durch Qualzucht oder Umwelteinflüsse -, die genug Auslauf bekommen, Kontakt zu Artgenossen haben und von ihren Besitzern Liebe, Geduld und Respekt für ihr hündisches So-Sein erfahren.

Der Mensch macht den Hund krank

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, erkrankt auch der Hund an „Zivilisationskrankheiten“. So schicken immer mehr Hundehalter ihren Vierbeiner zum Psychologen: Der eine ist depressiv, der andere macht Karriere als Rüpel. Die Ursache liegt häufig beim Menschen, nicht beim Hund. Denn: Der Hund von heute führt ein Menschenleben. Kein Wunder also, dass immer mehr Hunde Stimmungsschwankungen haben, das Weite suchen, ohne Grund ein Bellkonzert anstimmen oder die Wohnungseinrichtung zerlegen. Schließlich wünscht der Hund ein Hundeleben. Das verwehrt ihm der Mensch allerdings und zieht „Problemhunde“ heran.

Der Mensch als die Ursache von Verhaltensstörungen

Hunde sind sehr genügsam. Sie möchten ein artgerechtes Leben führen: Nahrung zerlegen, durch ihr Revier streifen, ab und zu körperliche Nähe, mit anderen Hunden spielen. Und manchmal suchen sie einfach nach Ruhe vor der Quasselstrippe Mensch.

Das Fazit meines Artikels „Holt den Hund runter vom Seelsorger-Sofa“ war daher: Auf die Couch muss nicht der Hund, sondern sein Zweibeiner. Vielen Besitzern fehlt das Wissen, wie die Tiere wirklich ticken. Daher muss der Mensch seine Lektionen lernen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass ein Hund denkt und fühlt wie ein Hund und nicht wie ein Mensch.

Darf ein Hund leben wie ein Hund, dann ist ihm die oben beschriebene Fähigkeit des yogischen, entspannten und verbundenen Lebens gewiss – und zwar nur dann.

Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

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Neele
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