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Was ist Glück? Hunde kennen die Antwort!

Hund im Glück

 

Was ist Glück? Wie werde ich glücklich? Das Streben nach Glück scheint jedem Menschen innezuwohnen. Viele sind auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie man das Glück zu fassen bekommt. In der vorweihnachtlichen Zeit rückt diese Frage erfahrungsgemäß wieder mehr in den Vordergrund. Das Bedürfnis, dem Sinn des Lebens oder dem Wesen des Glücks auf den Grund zu gehen, kommt an die Oberfläche. Man kommt zur Besinnung. Aber kratzen wir nicht nur an der Oberfläche statt tiefer zu tauchen?

Viele sind auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie man das Glück zu fassen bekommt.

 

Glück

Viele sind auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie man das Glück zu fassen bekommt.

Auf der falschen Fährte

Ich werde mehr Sport treiben, weniger Süßes essen, vielleicht sogar den Wohnort wechseln, wieder mehr Zeit mit Freunden verbringen und, und, und. Vorsätze sind schnell gesetzt. Sind die Vorsätze für das neue Jahr die Ergebnisse aus dieser besinnlichen Zeit? …möglicherweise Antworten auf die Frage, wie ich im nächsten Jahr glücklicher werden kann? Sind die Punkte auf der Vorsatz-Liste die Koordinaten für den Weg zum Glück, zur Zufriedenheit? Oder sind dies alles vielmehr Irrwege in Oberflächlichkeiten?

Sind die Punkte auf der Vorsatz-Liste die Koordinaten für den Weg zum Glück?

 

Lüftet man den Vorhang der guten Vorsätze starrt einem oftmals das falsche Motiv entgegen: Optimierung. Wir wollen unseren Körper optimieren, unsere Beziehungen, unser Arbeitsleben & Co. aufpolieren. Warum verkaufen sich Gadgets für Sport & Co. so gut? Möglichst alles in unserem Leben sollte vorhersagbar, planbar, optimierbar sein. Davon lebt eine ganze Industrie. Und der Mensch? Wird er glücklich? Ich behaupte: nein. Ich sollte nicht nur dann glücklich sein, wenn meine Haare heute mal einigermaßen liegen, meine Schminke sitzt, die Sonne scheint und mir die Waage gerade mitgeteilt hat: minus 2 Kilo. Nein, das sollte unsere Laune nicht beeinflussen.

Lüftet man den Vorhang der guten Vorsätze starrt einem oftmals das falsche Motiv entgegen…

 

Vor Sorgen blind und taub

Gehen wir einen Schritt zurück: Was ist Glück wirklich? Der Mensch hat die Fähigkeit, zu erinnern und für die Zukunft zu planen. Das hat durchaus Vorteile. Setzt man diese Fähigkeit allerdings falsch ein, überwiegen die Nachteile: Wir bereuen dies gesagt oder jenes getan zu haben, wir machen uns Sorgen über unsere Zukunft, über unsere Kinder, Freunde oder Eltern – oder natürlich über unseren vierbeinigen Liebling-, wir wissen nicht, wie wir all die Aufgaben im Büro bewältigen sollen und unsere Schultern schmerzen ob der Last der Verantwortung. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Sorgen. Vergangenheit und Zukunft

Sorgen machen blind und taub.

Zeitverschwendung

Mal ganz ehrlich: Habt ihr nicht auch gerade schon wieder daran gedacht, was ihr heute noch alles erledigen müsst? Wie oft macht ihr Dinge parallel? Multitasking, oft als besondere Gabe geadelt, ist eher eine – für das Streben nach Glück – „ungünstige“ Eigenschaft. Warum? Weil man weder bei der einen noch bei der anderen Sache voll dabei ist. Man könnte auch sagen: Ihr verschwendet Zeit! Ihr schaut fern, geht dabei im Kopf schnell noch mal die To-Dos für den nächsten Tag durch und schiebt euch gleichzeitig euer Abendessen rein. Wie hat denn das Brot geschmeckt? Wie ist die Handlung des Films oder ist der Film sogar grottenschlecht? Wisst ihr morgen noch, was ihr euch am Abend zuvor zwischen Brotkrümeln und Fernsehbeschallung überlegt habt? Ich vermute: in Teilen.

Multitasking, oft als besondere Gabe geadelt, ist eher eine – für das Streben nach Glück – „ungünstige“ Eigenschaft.

 

Hunde kommen an, während wir immer noch herumirren

Jetzt schaut zu eurem Hund: wenn er frisst, frisst er. Wenn er spielt, konzentriert er sich voll und ganz auf das Spiel. Schläft er? Dann wird er wohl höchstens die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen und rennt im Schlaf den gejagten Spielkameraden hinterher – und zwar: glücklich. Er wird sich aber wohl kaum Gedanken machen, mit welchem Spielgefährten er morgen unbedingt mal wieder spielen sollte, weil der sich sonst vernachlässig fühlt oder darüber nachdenken, dass er morgen unbedingt mal wieder jenen statt diesen Busch markieren sollte. Außerdem ist da noch dieses Kaninchenloch, an dem er übermorgen weiter buddeln muss…

Wenn wir nicht völlig falsch liegen, wird es eher so sein, dass er im jeweiligen Moment entscheidet. Er ist im Hier und Jetzt – nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. Und das ist definitiv eine Gabe statt ein Nachteil. Die unbeschwerte Lust am Sein: das können wir von unseren Hunden lernen. Hunde kennen kein Wenn und kein Aber, kein Sollte, Wollte, Würde. Sie sind glücklich mit dem, was sie haben.

Hunde sind glücklich mit dem, was sie haben.

 

Glück Hund

In reinster Kultur liegt, steht, rennt und springt das Glück auf vier Pfoten oder stupst uns vielleicht gerade in diesem Moment an.

Während wir das beklagen, was wir nicht haben, freut sich der Hund auf den leckereren Knochen, der in seinem Napf liegt. Er denkt sich wahrscheinlich nicht: Hm, der könnte aber noch ein bisschen größer sein. Während unser Hund durch Pfützen springt, ärgern wir uns über nasse Füße, während er demjenigen aus dem Wege geht, den er nicht riechen kann, lächeln wir scheinheilig. Wir befinden uns vielleicht gerade im Glücksmoment und denken schon wieder an den nächsten Schritt, der eventuell schief gehen könnte.

Hunde sind Propheten des Glücks

Bei uns Menschen spielen uns unsere Gedanken oft einen Streich. Wir sind nicht mehr so spontan, leidenschaftlich und unbekümmert wie unsere vierbeinigen Philosophen, die das Glück mit allen vier Pfoten zu packen wissen. Wir berauben uns selbst des Glücks, des Lebens – und zwar umso mehr je älter wir werden. Wir verlernen Glück nach und nach. Wir hoffen darauf, dass das Glück an unsere Türe klopft oder es uns der Versandhändler mit dem letzten Einkauf vorbeibringt. Dabei liegt es bereits vor uns, in jedem Augenblick überall. In reinster Kultur liegt, steht, rennt und springt es auf vier Pfoten oder stupst uns vielleicht gerade in diesem Moment an.

Wir berauben uns selbst des Glücks, des Lebens…

 

Glück Hund

Wir befinden uns vielleicht gerade im Glücksmoment und denken schon wieder an den nächsten Schritt, der eventuell schief gehen könnte.

Genießt die Zeit mit eurem Hund – auch wenn er manchmal nervt, ihr trotz Regen und mit einer fetten Erkältung Gassi gehen müsst. Greift mit vollen Händen nach dem Glück im Augenblick. Es ist umsonst, zumindest dann, wenn ihr eure Gedanken ab und zu in den Urlaub schickt.

 

Und hier habe ich noch ein Video für euch, in dem der Hund den Augenblick voller Freude genießt als er sein Herrchen sieht.

 

 

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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4 Kommentare

    • Liebe Anika, tausend Dank für deine lieben Worten 😉 Kommen genau zum richtigen Zeitpunkt.
      Ganz liebe Grüße von Wilma und mir!

  1. Michaela Seul sagt

    Eine schöne Erinnerung … besonders nach dem Wetterbericht von eben, der für Morgen allerscheußlichstes Antigassiwetter ansagte. Aber mit Hund scheint immer die Sonne!

    • Hi Michaela, ja, da hast du Recht. Dein Buch hat mich übrigens zu dem Artikel inspiriert! Ich habe es auch bereits weiterempfohlen. Am 2.12. kommt dann die offizielle Rezension ;-))) Das Buch ist wirklich der Hammer! Danke noch einmal dafür!

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