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Warum man Hundescheiße als süßen Apfel betrachten sollte!

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Ich lese zurzeit ein wundervolles Buch von Ajahn Brahm: „Der Elefant, der das Glück vergaß“ (sehr empfehlenswert). In dem Kapitel „Oh Shit“ habe ich folgendes Zitat gefunden:

„Wenn ihr mal in einen Hundehaufen tretet, dann werdet nicht sauer und streift euch die Schuhe ab, sondern lächelt und geht einfach nach Hause in den Garten. Dort könnt ihr euch die Hundescheiße unter dem Apfelbaum von der Sohle kratzen. Im nächsten Jahr werdet ihr dann mehr, saftigere und süßere Äpfel ernten als je zuvor. Doch beim Biss in diese herrlichen Früchte dürft ihr nie vergessen, dass das, was ihr da zu euch nehmt, in Wirklichkeit Hundekot ist. Nur dass sie sich in der Zwischenzeit in süße, saftige Äpfel verwandelt hat.“

Beim Lesen musste ich an einen meiner letzten Artikel denken (Der Hund als Sündenbock?), in dem ich über die Rolle des Hundes, die Einstellung ihm gegenüber in unserer Gesellschaft und die Konsequenzen daraus, geschrieben habe. Denn getreu dem Motto von Schriftsteller Berthold Auerbach: „Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln“ wirft die Art des Umgangs mit Hunden auch ein gewisses Licht auf unsere Gesellschaft und auf ihre Menschen.

Verkehrte Gleichung

Wie ich schon mehrfach betont habe, rechtfertigt nichts, aber auch gar nichts Morde an Lebewesen. Das wird wohl die Mehrheit ähnlich sehen. Dennoch kommt im Netz immer wieder zur Sprache, dass Hundebesitzer, die den Kot ihrer Hunde nicht einsammeln, rücksichtslos handeln und dadurch provozieren, dass Hundehasser immer wieder Giftköder auslegen. Ja, jeder sollte Rücksicht nehmen. Und nein, ich stimme dieser Schlussfolgerung nicht zu, ich finde sie sogar problematisch. Ursache und Wirkung stimmen bei dieser Gleichung nicht überein (was nicht heißen soll, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner liegen lassen sollten). Für mich gilt: Ursache = verrückter Mensch, Wirkung = tötet. Das Problem bzw. der Auslöser ist nicht die Hundescheiße! Es sind ver-rückte Einstellungen.

Finden sie keinen Hundekot mehr, dann finden sie etwas anderes…

 

Ich bringe niemanden um, nur weil er mir (absichtlich) auf den Fuß getreten ist, mich mit Dreck beworfen hat oder mir in sonst irgendeiner Weise geschadet oder mich respektlos behandelt hat. Und da kommen wir nun wieder zum Eingangszitat von Ajahn Brahms: Es ist eine Sache der Einstellung. Für die ist jeder Mensch selbst verantwortlich – Hundefreunde wie Hundehasser. Hundehasser provozieren sich selbst, sie sind allein dafür verantwortlich, ob sie sich ärgern oder eben nicht. Finden sie keinen Hundekot mehr, dann finden sie etwas anderes – und wenn es einfach nur ein Hund ist, der sein Bein an einem Baum hebt. Viel Spaß beim Bäume-Abwischen!

Viel Spaß beim Bäume-Abwischen!

 

Noch einmal…

Ich finde, dass jeder Rücksicht auf andere nehmen sollte und dass man die Hinterlassenschaften seines Hunde – soweit möglich (s.o. die Sache mit dem markierten Baum) – entfernt. Aber: Kot ist nicht das Problem. Das Problem ist die Einstellung dieser Menschen, die wir wohl nicht ändern können. Wenn wir uns darüber ärgern, ändern wir allerdings auch nichts daran. Was ihr tun könnt, erfahrt ihr hier (Anti-Giftköder-Training). Und: Woran man eine Vergiftung erkennt, könnt ihr hier nachlesen.

 

 

Neele
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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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9 Kommentare

  1. Thank you for the great article that you shared with us. I simply love the article picture. He looks exactly like my Suri when she was young. Yes, i have a chocolate labrador called Suri.

  2. Huhu 🙂
    Toller Beitrag! Ich sehe, dass auch so…natürlich sollte man es wegräumen & ich persönlich als Hundebesitzer – ärgere mich immer über Hundehalter, die es nicht wegräumen – denn wie oft läuft man mit seinem Hund ein Stück mit ins Gebüsch und latscht selber rein. Ich ärgere mich, aber auch über meine Nachbarn, wenn sie Sonntagsmorgens den Rasen mähen, oder über Fahrradfahrer, die ohne zu klingeln an mir vorbei rasen, oder über Leute, die überall ihren Müll hinschmeißen und trotzdem fange ich ja nicht damit an die alle zu beseitigen…
    Ich denke, Leute die Hunde vergiften und damit ja oft kleine Kinder mitgefährden sind einfach krank. Selbst wenn jeder alles wegräumen würde selbst dann würden sie nicht damit aufhören. Ich glaube, wenn man immer proklamiert, ja räumt das weg…dann wird alles besser und so ne Kram, ermutigt man solche Leute einfach auch ein bisschen. Man sollte aufhören die Schuld immer bei den Opfern zu suchen, sondern einfach einmal überlegen wie man dafür sorgen kann das solche Leute abgeschreckt werden.
    Gesetzesänderungen sind was das angeht natürlich schon total überflüssig.

    LG Denise
    PS: Schöner Blog 🙂 Wir werden dir sicher als Leser erhalten bleiben

    • Liebe Denise, genau so sehe ich das auch! Schön auf den Punkt gebracht! Ich finde natürlich auch, dass man die Hinterlassenschaften seines Hundes wegräumen muss. Die Reaktionen darauf, wenn doch einmal irgendwo ein Häufchen zurückgelassen wurde, sind dennoch völlig drüber. Ich finde es immer interessant, wie viele Leute in den Wald oder vor Schrebergärten scheißen (erkennbar an den Taschentüchern), wie viele Katzen Felder, Straßen etc. mit ihrem Kot verunreinigen und damit sogar Menschen gefährden (Toxoplasmose-Übertragung), wie viele Leute Flaschen auf Gehwege etc. werfen und die Scherben zurücklassen…die Liste ließe sich ewig verlängern. Und dann regen sich die Menschen über Häufchen auf *hm* spätestens da sollte man ins Grübeln kommen.
      Danke für deinen Kommentar und dass du bei Fiffibene bleibst ;-))) Freuen uns!
      Deine Wilma & Neele

  3. Sehr guter Artikel! „Für mich gilt: Ursache = verrückter Mensch, Wirkung = tötet.“ Selten etwas gelesen, was ich so unterstreichen kann 🙂

    Viele Grüße!

  4. Gefällt mir richtig gut Dein Artikel. Sollte ab sofort ausgedruckt an jedem Baum hängen, an den Hundi markiert hat… lach

    LG Andrea und Linda

    • Andrea ;-), das ist sehr lieb von dir, daaaanke <3 Dann fange ich mal zumindest in Stuttgart an, die Bäume zu bezetteln;-)
      Ganz liebe Grüße von Fledermausöhrchen und mir

  5. Oh, ich musste gerade so sehr lachen. Was für ein geniales Buch-Zitat! Gefällt mir sehr gut. Und mal wieder ein super Artikel. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Liebe Nicole – und natürlich lieber Moe (*schmatz*), ;-))) danke für euren Kommentar. Hehe, ja, das Zitat hat mir gleich gefallen und mich zu diesem Beitrag angeregt. Das Buch insgesamt ist aber auch klasse! Sehr lesenswert.
      Ganz liebe Grüße von der wilden Wilma und mir 😉

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