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So verpasst ihr Hundekritikern einen Maulkorb!

Hund Gemüt

 

Kennt ihr diesen Typ Mensch, der euch schon von weitem unsympathisch ist? Je näher er kommt, desto tiefer werden die Falten in seinem Gesicht, die Mundwinkel verziehen sich mürrisch zu einer hässlichen Fratze. Mit diesem „Gute-Laune-Gesicht“ schielt der Entgegenkommende missmutig auf das andere Ende eurer Leine, um dann anschließend euch mit stechendem Blick zu fixieren. Typische Drohgebärde, Kampfansage…

„Sie haben doch einen von diesen Kotbeuteln dabei?!“

 

Was dann kommt ist vielen Hundebesitzern bekannt: Entweder läuft dieser Jemand grummelnd an euch vorbei (gut so); oder es folgt eine Tirade an unterschwelligen Vorwürfen: „Der scheißt aber nicht dahin, oder?“, „Sie haben doch einen von diesen Kotbeuteln dabei?!“, „Macht der etwa Pipi?“ Ihr könntet brav antworten, indem ihr Tatsachen bestätigt: „Doch“, „ja“, „sieht so aus“. Oder ihr kontert mit handfesten ökonomischen Zahlen, Daten, Fakten und verpasst dem Hundekritiker einen symbolischen Maulkorb.

„Wussten Sie eigentlich,….

  • …dass Hundehalter mit Ihren Ausgaben für Ihren Vierbeiner 0,3 Prozent zum BIP beitragen?!
  • …dass dank Hundehaltern und Hunden 100.000 Menschen einen Arbeitsplatz haben?! (50 Hunde schaffen einen Arbeitsplatz)
  • …dass die Deutschen rund 2 Milliarden allein für Futter ausgeben und damit die Wirtschaft ankurbeln?
  • …dass Hundehalter über die Hundesteuer etwa 250 Millionen Euro in die Kassen von Vater Staat spülen?!
  • …dass Menschen mit Hund gesünder leben und das Gesundheitssystem dadurch um mehr als 2 Milliarden pro Jahr entlasten?!

„So, und jetzt Sie!“. Dazu kommen natürlich noch etliche „weiche Faktoren“, die wir unseren Hunden zuschreiben könnten. Die allerdings werden einen Hundekritiker nicht hinterm Ofen hervorlocken.

Viel Spaß beim nächsten Spaziergang!

 

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Bild Titel: Shutterstock.com

 

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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8 Kommentare

  1. Die anfänglichen Vorwürfe/Fragen kamen mir sooo bekannt vor! Toller Beitrag, ein Stück in Richtung vollste Akzeptanz. hahaha 😛

  2. Oh, solche Begegnungen kenne ich leider auch zu gut. Ich ignoriere das aber meistens. Wenn ich einen guten Tag habe, wedel ich auch mal mit meinen Kotbeuteln und grinse breit, um zu signalisieren, dass durch mich und meine Hunde nichts verschissen wird.

    Was mich aber wirklich ärgert, sind Anfeindungen aus den eigenen Reihen – also von anderen Hundebesitzern. Ich finde wir sollten viel mehr zusammenhalten. Höhepunkt war, als mich bzw. eher meine angeleinten Hunde eine Frau mit Pfefferspray bedroht hat. Wirklich traurig sowas…
    (nachzulesen übrigens hier: http://wohlstandshund.blogspot.de/2015/12/wohlstandshunde-in-einer.html)

    • Liebe Diana, mit den Kotbeuteln wedeln, hehe, das mache ich auch manchmal. Oder ich raschle ganz laut und demonstrativ 😉 Diese Blicke….göttlich.
      Liebe Grüße – natürlich auch an deine Wuffis
      Wilma & Neele

  3. Socke-nHalterin sagt

    Mmhh, man kennt solche Leute sicher, aber ich gehe lieber weiter. Denn auch wenn alle Fakten richtig sind, wollen diese Menschen all das gar nicht hören, fühlen sich dann sogar noch angegriffen. Wir grüßen und gehen weiter und sind still und leise dankbar, dass wir den wahren Wert einer Fellnasen kennen dürfen.

    Aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen Hundehalter ja.

    Ich glaube ich habe es hier schon mal geschrieben, aber ein ehemaliger Arbeitskollege meinte, dass alles, das was Fell hat, nicht in ein Haus gehört. Er mag keine Tiere, namentlich Hunde und hält sie wir überflüssig wie einen Kropf.

    Ihm sagte ich einmal, dass ich ihm niemals wünsche beim Snowboarden von einer Lawine verschüttet zu werden und er durch einen Hund gerettet werden würde, ich wünsche, dass seien Eltern niemals dement im Altenheim sitzen und durch einen Besuchshund ins jetzt und hier zurückkommen, dass er niemals ein authistisches oder körperlich behindertes Kind bekommen möge, dass auf die Hilfe eines Hundes angewiesen ist. Er hat es nicht verstanden. Daher bin ich nicht sehr zuversichtlich, dass Deine guten Antworten hier wirklich helfen.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Liebe Sabine, ja, das stimmt leider. Vielleicht hilft Ignorieren wirklich am besten. Leute, die keine Hunde/Tiere mögen oder mit ihnen nichts anfangen können, lassen sich vermutlich auch nicht von Fakten beeindrucken. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass irgendetwas diese Leute überzeugt, damit sie uns gegenüber wenigstens ebenfalls einfach nur ignorant sind – uns im besten Fall natürlich akzeptieren so wie wir sie ja auch akzeptieren. Natürlich muss nicht jeder Tiere mögen (auch wenn mir diese Leuten immer höchst suspekt sind, denn schließlich sollte man alles Lebendige auf dieser Welt wertschätzen), aber jeder sollte zumindest darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll ist, seine negativen Einstellungen anderen gegenüber ab und zu zu hinterfragen. Im Grunde schaden sich solche Griesgrame ja nur selbst.
      Liebste Grüße und einen Schmatzer an Socke <3 <3 <3
      Wilma & Neele

  4. Bei „Macht der etwa Pipi!!!“ antworte ich immer: „Ja, soll ich es aufschlecken…?“

    hehe

    LG Andrea und Linda

    • ;-)))))))))))))))))))))) Das ist gut!!! Ich habe letztens beim Gassi in der Früh (ganz schlechte Uhrzeit für mich) eine alte Dame getroffen – naja, getroffen ist relativ: Sie hat mich über eine Distanz von etwa 10 m angebrüllt. Wilma hat es gewagt, eine Pfote auf den heiligen Kinderspielplatzsand zu setzen *SKANDAAAAAL*. Ich habe die Dame dann leider auch anbrüllen müssen (natürlich nur wegen der Distanz) und habe ihr zugebellt, dass der Hund kein Pipi macht und es lediglich gewagt hat, den Sand der Kinder mit der Pfote zu „entweihen“. Am liebsten hätte ich sie aufgeklärt, dass Männer, Jugendliche und vermutlich auch Kinder in den Sand pieseln, spucken, Glasscherben verteilen und die lieben Katzen alles noch mit ihren Pipi und AA dekorieren. Das ganze ist nebst Zigarettenstummeln und sonstigem nicht definierbarem Unrat natürlich um Längen angenehmer als eine kleine, unschuldige Wili-Pfote… Haben die Leute denn nichts besseres zu tun als einfach morgens grundlos herumzubrüllen?! Oh man….das war eine feine Begegnung *grummel*
      Liebste Grüße
      von Wilson und mir <3 <3 <3

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