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Tierheim Hunde: Unser Leben mit „Problemhund“ Lou – Episode 11

Tierheim Hund

 

Lou ist wohl das, was landläufig als „Hund mit geringen Chancen auf ein Leben ausserhalb des Tierheimes“ bezeichnet wird. Die Prognosen „schwer vermittelbar“ bis „aussichtslos“ schienen auf seiner Stirn zu prangen. Einem jungen Rüden, der in seinem Leben nichts falsch gemacht hat, sondern einfach in die falschen Hände geraten ist, geben Annika und ihr Mann Sebastian eine zweite Chance.

Von Gastautorin Annika

*Fortsetzung* – Lest auch Episode 1, 2 und 3 und 4: Tierheim Hunde: Unser Leben mit „Problemhund“ Lou – Episode 1Episode 2Episode 3Episode 4Episode 5 und Episode 6, Episode 7, Episode 8 und 9 und 10.

Episode 11: Nachbarschaftskrieg

Nun haben wir ja schon mehrfach erwähnt, dass man als Halter eines „Problemhundes“ ein dickes Fell benötigt. Und die Entwicklungen mit den ständigen Anrufen des Ordnungsamtes verdeutlichen dies leider weiterhin. Doch leider ist das bisher nicht alles.

Es gibt hier einen älteren, wirklich noch fitten Herrn, 81 Jahre alt, der im Haus neben uns wohnt. Als wir Lou bekamen, kamen wir auch mit ihm ins Gespräch, da er auch Hundehalter ist. Er hatte bisher einen kleinen Malteser gehabt, der an Altersschwäche verstorben ist, und kurz bevor wir Lou zu uns holten, bekam er einen kleinen zotteligen Mischlingshund aus Spanien. Der ältere Herr streichelte Lou des Öfteren, wenn er ohne seinen Hund draußen war, kannte Lou`s Geschichte und fand es ganz toll, dass wir Lou eine Chance geben wollten. Okay, er gehörte auch zu den Leuten, die versuchten uns nett gemeinte, bescheuerte Ratschlägen zu geben, weil er ja auch „so viel“ Hundeerziehungsahnung hat. Aber wir haben uns alles nett angehört und weggelächelt, nachdem wir ziemlich schnell bemerkten, dass er weder versuchte unseren Therapieansatz zu verstehen noch uns überhaupt richtig zuhörte.

Der Hund des Nachbarn ist von allen Hund, die Lou momentan ja sowieso schon nicht aushalten kann, sein absoluter Erzfeind. Aus diversen Gründen, die im Verlauf folgen. Nun, grundsätzlich müssen wir um alle Hunde einen Bogen machen; so auch um diesen. Dennoch gibt es unterschiedlichste Reaktionen der anderen Hunde. Inzwischen merken wir dadurch auch unterschiedlich starke Reaktionen von Lou. Da gibt es die Hunde (naja, in der gesamten Nachbarschaft muss man ehrlicherweise sagen, gibt es nur DEN einen Hund unseres ordnungsamtrufenden Nachbar – Frauenpärchens, der sich dazu zählt), die ohne mit der Wimper zu zucken neben ihrem Besitzer herlaufen, egal wie Lou sich auch bemüht ihn anzukläffen. Dann gibt es die Hunde, die immer leinenlos auf 10 Meter Abstand hinter Lou herlaufen und so tun, als interessiere er sie gar nicht. Es gibt die Hunde, die etwas lässiger zurückbellen und trotzdem mit dem Besitzer weiterlaufen. Es gibt die Hunde die etwas lässiger bellen und den Besitzer an seiner Leine fast zu Boden reißen. Und es gibt Lou´s Erzfeind.

Er ist nur ein kleiner Hund, der erst einmal niemanden beißen würde. Man hat ihn nur ständig am Hosenbein hängen, ob man will oder nicht. Und wenn er von seinem Halter Befehle bekommt, befolgt er diese nicht und wird angebrüllt und rumgezerrt. Sein Halter würde sagen „er ist ja nur klein und will nur spielen“. Er ist aber auch der Hund, der mit seiner kleinen schrillen Belle aggressiv zu uns rüber bellt und an der Leine zieht und hoch geht. Der, der immer auf der Fensterbank sitzt und los bellt, wenn er Lou oder andere Hunde draußen sieht. Der, der andere Hunde nervt, so dass sie ihn zu Boden drücken. Und er ist der Hund, der schon mehrmals unangeleint mit seinem Besitzer unterwegs war und uns aus 50 bis 100 Metern Entfernung angegriffen hat, ohne dass Lou ihn zuvor gesehen hatte!

Es passierte genau fünf Mal, davon zweimal meinem Mann und dreimal mir, dass dieser Hund ohne Leine spazieren ging, Lou sah und aggressiv bellend auf uns zugerannt kam. Dass der Hund auf Rückrufe seines Besitzers nicht reagiert, muss ich vermutlich nicht nochmal erwähnen. Das könnte er sowie so nicht, da Hunde ja immer nur einen Sinn einsetzen können; er nimmt die Rückrufe also in seinem Jagdtrieb eh nicht wahr. Zur Erinnerung, der Besitzer ist 81 Jahre alt. Er ist also in solchen Situationen auch nicht innerhalb von zwei Sekunden bei seinem Tier, um es sich unter den Arm zu klemmen… !

Jedenfalls war es bei dem besagten fünften Mal matschig und rutschig. Man stelle es sich so vor, dass ich unser ausrastendes Kraftpaket (und auf diese Nähe plus einen angreifenden Hund ist an Einschränken nicht im Traum mehr zu denken) irgendwie halten muss, wenn möglich auch noch fern von diesem anderen Hund, und gleichzeitig versuche mit meinem Fuß den anderen Hund von uns fern zu halten. Bei dem Matsch, der sich unter mir befand, rutschte ich schließlich aus und durfte jetzt quasi all das auch noch im Liegen weiter versuchen, bis denn der Nachbar endlich seinen Hund eingesammelt hatte. Ich hatte mir schön an den Gehwegplatten auf der Wiese das Knie aufgeratscht und zudem in meine doch recht teure Wanderhose ein Loch gerissen. Dass ich insgesamt nicht fröhlich war versteht sich vermutlich von selbst.

Tierheim Hunde

Schneehase Lou.

Man mag über Lou sagen, was man will. Aber er ist immer an der Leine und hat den Nachbarshund noch nicht einmal gesehen. Wenn also dieser Hund ohne Leine zu uns rennt, dann kann man nicht immer nur Lou die Schuld zuschieben. Jedenfalls sprach ich mit meinem Mann und wir beschlossen am folgenden Abend bei dem Nachbarn anzuklingeln, um mit ihm zu reden, da diese Situation ja nun schon zum fünften Mal geschehen war. So kam es dann auch.

Der ältere Herr ließ uns rein. Wir schilderten unseren Fall und baten ihn, dass er seinen Hund bitte anleinen solle, da er ja offensichtlich nicht auf ihn höre. Der Mann tat sich recht schwer, zeigte sich nicht wirklich einsichtig, gab uns nett gemeinte, bescheuerte Ratschläge, befand seinen Hund als liebenswürdiges und wohlerzogendes Wesen, willigte aber schlussendlich ein, dass er den Hund anleinen würde, bis er auf Rückruf hören würde. Wunderbar. Danke. Mehr wollten wir nicht. Nein, leider erzieht er seinen Hund überhaupt nicht, sondern im Laufe der Zeit wird das Verhalten seines Hundes immer schlimmer. Aber egal. Das ist seine Sache und dazu hätten wir ihm auch nie etwas gesagt oder uns nie eingemischt. So lange ein Hund uns nichts tut, soll doch bitte jeder machen was er für richtig hält. Greift er uns an, möge er ihn zumindest bitte an der Leine führen. Wir waren also zufrieden.

Einige Monate später, an meinem Geburtstag, bin ich abends in der Dämmerung mit Lou draußen gewesen. Die Dämmerung macht Lou nervös; er kann schlechter die Umgebung kontrollieren. Daher halten wir uns zu dieser Zeit nur noch kurz draußen und nah am Haus auf. Ich stehe mit Lou gerade an der Haustür und will meinen Schlüssel rausholen, da kommt plötzlich von irgendwo weit hinter einer Ecke kläffend dieser kleine Nachbarshund auf uns zugerast. Lou tickt durch und ich habe wieder den Salat, Lou halten und den anderen fern halten zu müssen. Nachdem die Situation sich endlich aufgelöst hatte, kam ich wutentbrannt zu meinem Mann in die Wohnung zurück. Ich bat ihn mit mir rauszugehen und den Nachbarn nochmals anzusprechen, da es nun schon zum sechsten Mal passierte, dass sein Hund uns unangeleint angegriffen hat und er uns schließlich zugesagt hatte, dass er den Hund nicht mehr frei laufen lassen würde. Es könne schließlich nicht sein, dass wir uns ständig vor dem Ordnungsamt und der ganzen Welt rechtfertigen müssten und immer nur die Doofen sind, weil wir einen „bekloppten“ Hund haben!

Also folgten wir dem Nachbarn auf seiner Abendrunde und sprachen ihn an. Zugegebenermaßen nicht unbedingt freundlich, aber der gute Mann war uns von Anfang ebenfalls nicht freundlich gestimmt. Es folgten Wortgefechte, in denen wir immer nur zu hören bekamen, dass unser Hund nichts könnte, obwohl wir ihn ja schon genauso lange hätten wie er seinen ( 1. Die Hunde sind weder von der Größe, noch vom Alter, noch vom Schweregrad der Problematik zu vergleichen; 2. Unser Hund hat bereits mehr gelernt als seiner, nur dass in unsere Wohnung keiner reinguckt und draußen die feinen Unterschiede nicht wahrgenommen werden; 3. Das Verhalten unseres Hundes hat nichts mit dem Thema zu tun, dass sein Hund nicht ohne Leine laufen kann, dass sein Hund keine Leine brauche, unser Maulkorb ja verrutschen würde (aha…die Nachbarn tauschen sich aus…) etc..

Das Gespräch verlief absolut unproduktiv, uns wurde gedroht die Polizei zu rufen, … im Endeffekt habe ich mich damit verabschiedet, dass wir es bereits im Guten mit Reden versucht hatten und er dann von uns hören würde. Danke für diesen schönen Geburtstag. Den Rest des Abends habe ich damit verbracht mir die Augen aus dem Kopf zu heulen, wegen all dieser Unfairness und dem damit verbundenen Stress. Man ist freundlich, man redet, man nimmt Rücksicht – und bekommt trotzdem nur den Tritt in den Popo. Dickes Fell schön und gut. Aber so langsam bin auch ich an meinen Grenzen. Wir wohnen gerne hier; die Wohnung gehört uns. Und wir möchten ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn. So langsam sehne ich mich nach einem Garten, in den kein Nachbar einfach so reinkommt…

Es ist wirklich schlimm, wenn man mitbekommt, dass die stille Post sich durch die Nachbarschaft zieht, alle Welt sich gegen „die Leute mit dem bösen Hund“ verbündet und versucht, den Hund weg zu melden, wenn man weiß, dass hinter den teils freundlichen und teils neutralen Gesichtern in Wirklichkeit nur abfälliges Geläster und irgendein Halbwissen steckt, das niemand hinterfragt… Inzwischen gibt es vielleicht drei oder vier Parteien, von denen ich glaube, dass sie uns wirklich noch gut gesinnt sind… Aber Umziehen?! Die Wohnung verkaufen?! Weil wir blöde Nachbarn haben, die unseren Hund nicht mögen?! Wie bescheuert ist das denn?! Es hilft also alles nichts. Wir können nur durchhalten. Und wenn man mit Freundlichkeit nur Ärger erntet, dann können wir uns auch einfach wehren und zeigen, dass nicht immer nur die Gleichen schuldig sind!

Am nächsten Tag habe ICH beim Ordnungsamt angerufen und den Vorfall mit dem unangeleinten Hund gemeldet.

Fortsetzung folgt am 17. Dezember. Verfolgt jeden Sonntag die Geschichte von Lou, dem Hund aus dem Tierheim.

 

 

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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13 Kommentare

  1. Melanie sagt

    Hallo Annika,
    ich verfolge eure „Geschichte“ auch fleißig weiter und möchte auch nochmal sagen, dass ich es immer noch sehr mutig und toll findet was ist macht. Und das ihr den Willen und den Mut dazu habt.
    Unsere Hündin aus dem Tierschutz haben wir jetzt ein Dreivierteljahr und wir waren echt überrascht „wie gut“ alles klappt und „wie einfach“ sie ist. Dabei kann sie auch noch nicht alles annähernd perfekt und wir arbeiten täglich an den Problemchen. Trotzdem saß ich manchmal abends weineind auf dem Sofa, weil ich mich überfordert gefühlt habe und Angst hatte dem kleinen Settermädchen nicht gerecht zu werden. Also einen großen Respekt und weiterhin ganz viel Kraft an euch! Ihr schafft das!
    Habt ihr zufälligerweise selber einen Blog/Facebook-Seite oder Instagram-Account in dem man euren Weg mitverfolgen kann?

    Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit,
    Mela mit Cola

    • Hallo Melanie!
      Vielen Dank für die lieben Worte.

      Bei Lou wird sich der Prozess noch länger hinziehen. Er ist nunmal eine wirklicher Extremfall plus sein Alter. Aber es war uns immer bewusst, dass das nicht in ein paar Wochen oder Monaten geschafft ist, sondern ein Langzeitprojekt.
      Wir haben Lou inzwischen ein Jahr und 7 Monate bei uns. Eine schon sehr lange Zeit, in der unserer Ansicht nach viel gelernt hat. Dennoch sieht es gerade draußen für die Nachbarschaft katastrophal aus und die werden nach so einer Zeit leider alle ungeduldig.

      Einen eigenen Account haben wir nicht. Ich bin nur als Privatperson/Zumba Trainerin bei Facebook und da gibt es nur ab und zu mal was über Lou.
      Vielleicht sollte ich darüber nachdenken ihm ein eigenes Profil anzulegen?!😀

      Viel Erfolg auch euch weiterhin!

      Liebe Grüße
      Annika

      • Melanie sagt

        Hallo Annika,
        Ja das solltest du! Zumindest Instagram oder Facebook ist ja wirklich schnell gemacht und kostet nicht zu viel Zeit. Ein Blog wäre natürlich auch toll. Aber ich hätte dafür selber einfach zu wenig Zeit, aber deinen würde ich natürlich auch lesen.
        Einen Fan hättest du auf alle Fälle schon 😀 😀 😀
        Ich wünsche euch Frohe Weihnachten und lese jetzt den Beitrag von Sonntag 🙂
        Liebe Grüße,
        Melanie

      • Okay, es gibt Lou nun auf Facebook als öffentliche Person.
        LOU DER PROBLEMHUND
        Wer mag darf seine Seite gerne liken.

  2. Martina sagt

    Liebe Annika,

    zunächst einmal möchte ich Euch gegenüber meine Hochachtung aussprechen.
    Mit Konsequenz, viel Liebe und Durchhaltevermögen werdet Ihr es schaffen, Euch und Lou gegenüber gerecht zu werden und irgendwann einmal durch diese Personen aus Eurer Nachbarschaft hindurchzusehen, Ihr werdet drüber stehen und innerlich süffisant lächelnd Euren Weg gehen.
    Mit meiner Kangal-Hoverwart-Münsterländer-Mix-Hündin, die sechs Jahre im Tierheim lebte, glaubte ich beim Lesen der Geschehnisse mit Lou buchstäblich imaginär neben Euch her zu laufen. Stellt Euch immer vor Euren Hund! Vermeidet den Kontakt zu einfältigen Leuten vollständig. Lasst Euch auf keinerlei Diskussionen ein. Geht einfach Euren Weg. Ihr werdet es schaffen! Jede Art unnötiger Aufregung lässt den persönlichen Akku recht schnell herunterfahren. Meidet Konfrontationen und vor allem, lasst die Leute einfach reden! Niemand von denen hat seinen Hund auch nur annähernd unter Gehorsam stehend. Diese Herschaften disqualifizieren sich selbst, für Euch dürften sie gar nicht existent sein. Gegenseitige Anschuldigen machen keinen Sinn, wenn auf der anderen Seite nicht ein Funken Einsicht feststellbar ist, also aus dem Weg gehen, ignorieren und mit Lou arbeiten. Ich hatte Begegnungen mit frei laufenden ausgebildeten Polizeihunden, mit Dobbermännern etc., die mit ihren Menschen unterwegs waren, aber einfach machten, was sie wollten. Ich habe mich immer vor meinen Hund gestellt, habe ihm gezeigt, auf mich kannst du dich verlassen, du musst nicht eigenständig reagieren, weil Frauchen kurz vor einem Herzkasper steht vor Aufregung. Natürlich war mein Adrenalin in solch schwierigen Situationen immer am Anschlag, aber zum einen musste ich verhindern, dass mein Hund die Situation in seiner selbständigen Art regelte und zum anderen musste klargemacht werden, wer der Chef ist. In all den Situationen ist mein Hund nur ein einziges Mal an der Flanke etwas „angeritzt“ worden, wir haben alles souverän überstanden, wenngleich ich so manches Mal mit wirklich schlotternden Beinen weiterspazierte. Übrigens, in allen negativen Situationen sind nur wenige Besitzer der Gegenseite eingeschritten, um ihre Hunde aus der Gefahrenzone herauszuholen und (!!!!) es gab noch weitaus weniger Besitzer, die ihre Hund vollständig unter Gehorsam stehend führen konnten. Die waren in der Regel super nett und agierten sofort! Das war dann immer eine wahre Freude! Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute. Haltet durch. Lasst Euch nicht auf den Nerven herumtrampeln. Geht Euren Weg mit Lou, er wird es Euch danken.

    • Hallo Martina!

      Du kennst es ja dann vermutlich gut, wie das so ist wenn sich (bei uns 33) Kilos an der Leine nach vorne werfen….😅
      Natürlich ist das Ziel VOR Lou zu stehen und Teil unseres Trainings. Wenn die Kilos in Bewegung sind, ist das aber meist nicht möglich. Man darf sich wirklich nicht vertun, wie schwer Lou‘ s Verhaltensauffälligkeit ist. Er will ja quasi gar nicht hinter uns stehen bleiben, sondern angreifen und die Sache selbst regeln. Der Weg ist also, ihm zu vermitteln, WER hier was regelt. Das weißt er prinzipiell auch schon längst. 😜Aber in diesem Situationen sind seine Triebe noch zu stark und er KANN das Ausbrechen dann einfach noch nicht runter regeln. Dadurch, dass wir dann einschreiten und quasi den Trieb versuchen zu unterdrücken bekommt er zur Zeit noch häufig die Übersprungsreaktionen- aber er auch das wird immer besser.

      Wir geben nicht auf!

      Auch euch weiterhin alles Gute auf all euren Spaziergängen.

      Annika

  3. Hallo.
    Ja, ich weiß, dass es diese Leute leider immer geben wird. 😕
    Das können wir mit dickem Fell alles ertragen. Wenn man aber zeitgleich versucht immer nur uns als die Bösen darzustellen und uns das Leben durch Anrufe bei Behörden schwer zu machen, dann ist das eine Nummer zu weit… .
    Wir bleiben aber am Ball💪.

    Jaja…“Hunde, die ohne Leine besser laufen als mit“ – die Aussage liebe ich auch sehr.🙃
    Schon seltsam, dass keiner mal auf die Idee kommt, zu hinterfragen warum der Hund nicht gut an der Leine läuft. Könnte das etwa am Haltern liegen….?!…🤔mmh….

  4. Christoph sagt

    Hallo Annika,

    was du schreibst kommt mir aus eigenen Erlebnissen mit Telmo sehr bekannt vor, wenn auch nicht durch unsere unmittelbaren Nachbarn. Ein paar Wochen nachdem Telmo das erste Mal mit uns raus gegangen war, kamen uns drei kleine Hunde bellend entgegen. Zwei von vorne, einer hatte versucht ihn von hinten in die Läufe zu schnappen. Telmo hatte sich gewehrt und war prompt der „böse“ weil die drei ja so klein waren und nur ein bisschen zwicken. Dann sind uns einmal vier miteinander vertraute Hunde entgegen gekommen, schnell und direkt auf Telmo zu was Telmo überhaupt nicht leiden kann und entsprechend reagiert. Was habe ich zu hören bekommen? Ich müsse in solchen Fällen Telmo ableinen und ihn Kontakt zu den anderen aufnehmen lassen. Auf meine Bitte den Hund an die Leine zu nehmen wurde mir sogar einmal geantwortet, das ginge nicht weil ihr Hund Leinen nicht mögen würde. Inzwischen haben meine Frau und ich nicht nur ein dickes Fell, besonders bei Begegnungen mit den ehrenamtlich tätigen Hundetrainern von der „der tut nix“ und „der hört nix“ Fraktion haben wir eine undurchdringliche Hornhaut entwickelt. Selbst wenn Lou einmal soweit ist, dass er keinen Maulkorb mehr braucht und zuverlässig abrufbar ist, es wird immer andere Halter geben die ihren eigenen Hund (und sein Verhalten) zur Norm erklären und ungefragt jedem anderen Halter Erziehungsratschläge geben. Bleibt bei Lou weiter am Ball und lasst euch von eurem Weg abbringen.

    Herzliche Grüße vom Rhein
    Christoph

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