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Umziehen mit Hund

Umzug mit Hund

 

Hunde sind für vieles zu gebrauchen, für Umzüge nicht, sagt Gastautor Sören und plaudert aus dem Nähkästchen.

Von Sören Emmzwoaka

 

Hunde sind für vieles zu gebrauchen, für Umzüge nicht. Bei der Wohnungsbesichtigung und im Maklergespräch sind sie eine echte Hypothek. Da ein Handyfoto des Lieblings, eine Googlesuche nach der Rasse oder ein persönliches Kennenlernen von Hund und Vermieter jede Lüge über Größe und Aussehen des Hundes sofort entlarven würden, muss man weitgehend bei der Wahrheit bleiben. Es ist dann gar nicht so leicht, einen dreißig Kilogramm schweren unkastrierten Jagdhund als familienfreundlichen, kinderlieben, stubenreinen Wachhund zu verkaufen, auch wenn das der Wahrheit entspricht. Hat der Vermieter seine Zustimmung erteilt, ist einem die Zustimmung des eigenen Hundes aber noch lange nicht sicher.

Die Tinte unter dem Mietvertrag war noch nicht trocken, da hatte unser Deutsch-Drahthaar-Rüde Moritz schon raus, dass etwas im Busch ist. Tiere spüren so etwas ja, obwohl sie sich – anders als die Zeugen Jehovas – nicht auf Datum und Art der Katastrophe festlegen müssen. Moritz‘ Katastrophe heißt Veränderung, da er eigentlich ganz zufrieden ist in seinem persönlichen Universum aus Wald, Futter, Haus, Herrchen, Frauchen samt Familie und dem Hundeplatz.

Dass sich am Element „Haus“ etwas ändert, merkte Moritz an der wachsenden Zahl der Umzugskartons. Während wir uns in Wahrheit vergrößerten, schien er den Verdacht zu hegen, wir wollten uns verkleinern – und zwar um ihn. Kampflos ins Tierheim abschieben lassen wollte er sich aber dann doch nicht und so zeigte er sich in den Wochen vor dem Umzug von seiner besten Seite – er fraß weniger, um uns Geld zu sparen, und legte sich in einen Umzugskarton, um die Leichtigkeit seiner Mitnahme zu demonstrieren.

Als wir Moritz in der Übergangsphase zum ersten Mal in die neue Wohnung mitnahmen, fiel eine Last von ihm ab. Hauptsache dabei! Die Ergebnisse der Freude waren weniger gut: Moritz kackte in den Garten, ließ zwei verdächtige Gestalten hinterm Gartenzaun unbeachtet und sprang zur Begrüßung an unserem Vermieter hoch – kurzum: ein Negativhattrick in Rekordzeit. Drinnen ging es nicht viel besser weiter, denn entgegen seiner eigenen Auffassung eignet sich Moritz als Tapetenkurier nicht. Auch der Test auf Trockenheit der Wandfarbe fiel negativ aus. Als Beweisstück diente Moritz‘ Fell im gewagten Zebra-Look.

Mittlerweile ist der Umzug durch. Und wir haben doch noch was gefunden, wofür sich der Hund beim Umzug eignet: Zur Kontaktaufnahme mit den neuen Nachbarn.

Weitere Geschichten „aus dem Leben eines Rüden“ findet ihr in Sörens gleichnamigen Buch, z.B. hier: click.

Sören Emmzwoaka hat auch darüber auf dem Fiffibene Hundeblog geschrieben:

„Ich soll meinen Hund draußen lassen? Dann verkaufen Sie Ihre Brötchen doch jemand anderem.“

Ding der Unmöglichkeit: Der Hundeboxen-Kauf

Urlaub mit Hund: Traumland „Niederdeutschechomark“

Achtung Satire: Perverse Rüden, oder: Rettet die Stofftiere

Achtung Satire: Wer hat Angst vor Hunden und wie kann man damit Geld verdienen?

Achtung Satire: Warum sieben Menschenjahre nicht einem Hundejahr entsprechen!

Und hier könnt ihr die Rezension zu seinem Buch lesen:

Buchrezension: „Aus dem Leben eines Rüden“

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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