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Umfrage: Sollten Hunde vegan leben?!

Was vor ein paar Jahren noch als Randerscheinung und Spleen einiger weniger Öko- und Ernährungsfanatiker galt, ist heute im Mainstream angekommen: der vegane Lifestyle. Dabei war das vergangene Jahr ein Jahr, in dem der Veganismus auch in Deutschland seinen Durchbruch erlebte. Vegan zu leben boomt, das ist kaum zu leugnen: Bücher über veganes Kochen überschwemmen Buchhandlungen, vegane Weihnachtsmärkte eröffneten Ende 2014, vegane Magazine feierten ihr Marktdebüt.

Im Jahr 2014 erlebte der vegane Lifestyle auch in Deutschland einen Boom.

 

Vegane Ernährung

Veganismus gibt allerdings nicht nur dem Ernährungsplan vieler Menschen einen neuen Anstrich: Marktexperten der Heimtierindustrie halten veganes Hunde- und Katzenfutter für den nächsten großen Hype. Denn: Viele Vegetarier und Veganer übertragen ihre ethischen und gesundheitlichen Überlegungen auch auf ihre Hunde.

Marktexperten der Heimtierindustrie halten veganes Hunde- und Katzenfutter für den nächsten großen Hype.

 

Puh…kein Wunder, dass dieses Thema bereits viele Kontroversen auslöste.

Fiffibene Umfrage

Ich würde gerne erfahren, wie ihr diesen Trend bewertet. Dazu habe ich eine kleine Umfrage aufgesetzt.

Was haltet ihr von veganer/vegetarischer Hundeernährung?
Völlig verantwortungslos
27 Vote
Finde ich gut
6 Vote
Sehe ich kritisch
39 Vote
Praktiziere ich bereits
6 Vote

Video

Einen persönlichen Erfahrungsbericht einer veganen Hundebesitzerin findet ihr hier:

Die Frage, ob ein Hund auf der Basis einer vegetarischen (fleischlosen) oder veganen (rein pflanzlichen) Ernährung ein gesundes Leben führen kann, wird kontrovers diskutiert. Das werden wahrscheinlich auch die Umfrageergebnisse auf dem Fiffibene Hundeblog bestätigen.

Studie von PETA

Die Tierrechtsorganisation PETA setzt sich bereits seit vielen Jahren für die fleischfreie Ernährung von Tieren ein. Eine eigens durchgeführte Studie aus den frühen 1990er Jahren befasst sich mit dem Gesundheitszustand vegetarisch ernährter Hunde. Von 300 Hunden wurden die Daten ein Jahr lang erfasst.

Eine PETA-Studie befasst sich mit dem Gesundheitszustand vegetarisch ernährter Hunde. 

 

Die Studie umfasste Fragen zur Ernährung der Hunde, zur Krankheitsgeschichte und zu allgemeinen Fakten wie Alter, Rasse und Geschlecht. Die Studienergebnisse könnt ihr hier einsehen oder hier als PDF herunterladen. Ein Nachteil der Studie: Es wurden keine Kontrolldaten von fleischfressenden Hunden erhoben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen rund um das Thema fleischfreie Ernährung für Hunde findet ihr in PETAs Faktenblatt, in dem Ratgeber „Vegetarische Hunde- und Katzenernährung von James A. Peden, Andrea Clages und Renato Pichler, den der Verlag als Download-Version anbietet, da das Buch vergriffen ist.Rezepte für vegane Hundekecks-Leckereien gibt es hier.

Neele
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Neele

Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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23 Kommentare

  1. Unser Hund wird seit er bei uns ist, mit 1 Jahr aus dem Tierheim zu uns gekommen, vegan gefüttert. Das sind jetzt schon 3 1/2 Jahre und er hat gesundheitlich sehr davon profitiert. Ich koche selbst und supplementiere mit V-Complete. Dazu gibt es unser Trockenfutter Edgar das alle notwendigen Nährstoffe enthält und auch unseren Omnihundefreunden schmeckt. Bei Vegan4Dogs findest du alle Infos. Liebe Grüße Leni Lecker

    • Hi Leni, das ist ja klasse! Vielleicht sollte ich auch darüber nachdenken. Bin auch Veganer, habe aber immer davor zurückgeschreckt, auch Wili vegan zu ernähren. Ich schau gleich nachher mal auf eure Website! Interessant!
      Ganz liebe Grüße und danke für den Tipp und deine Erfahrungswerte!
      Deine Wili und Neele

      • Liebe Neele,
        freut mich zu hören das du dich damit beschäftigen möchtest. Man kann ja auch gut einen Veggie Tag in der Woche einlegen. Wir haben in der Bekanntschaft eine Hündin die auf das fleischhaltige Futter mit Ausschlag reagiert und jetzt mit Edgar gefüttert wird, das bekommt ihr besser.
        Und dann kennen wir noch eine Boxer Hündin die von selbst gar kein Fleisch mag. Da habe ich auch sehr gelacht. Die findet pflanzliche Kost generell viel besser.
        Ausprobieren ist auf jeden Fall schon mal ne gute Idee.
        Liebe Grüße Leni

  2. Also ich denke wir Menschen können uns natürlich selbst aussuchen was wir essen. Aber auch bei uns ist es nicht ganz so einfach immer auf Fleisch zu verzichten, hier sind schließlich Nährstoffe enthalten die es in keinen pflanzlichen Produkten gibt. Hunde sind Fleischfresser und nur weil wir uns für eine andere Ernährungsform entscheiden, sollten wir das nicht für unseren Vierbeiner tun.

    • Hi Martin, ich sehe es auch wie du, dass Hunde Fleischfresser sind und das bekommen sollten, was sie brauchen, um gesund zu sein und zu bleiben. Ich glaube kaum, dass ein Hund sich für Tofu entscheiden würde, wenn man ihm Fleisch und Tofu zur Wahl vorsetzt. Und meistens ist es doch so: Tiere wissen in den allermeisten Fällen besser, was ihnen gut tut als Menschen, sie haben sich schließlich noch nicht so weit von der Natur entfernt wie wir. GlG und danke für deinen Kommentar. Wilma und Neele

  3. Ich habe keinen Hund, finde das Thema aber interssant! Ich frge mich: Müssen wir Haustiere bevormunden? Ich meine… das sollte doch ne Koexistenz sein. Und wenn der Hund das Bedürfnis nach Fleisch hat, soll ihm das erfüllt werden. Es schadet dem Menschen ja nicht.

    • Hi Evy, ja, das denke ich auch. Man entscheidet ja eh schon unglaublich viel für den Hund, aber es sollte eben immer zu seinem Besten und im Sinne seiner Natur sein. Man kann ja auch darauf achten, dass man dem Hund Fleisch von Tieren aus guter Haltung gibt. Ich denke, dass das dann ein Beitrag zum Wohle beider Tiere ist: Hund und Beute. Danke für deinen Kommentar, wer weiß, wie lange du noch hundelos bist?! 😉 GlG von Wili und mir

  4. Hallo Neele,
    wir kennen uns noch nicht, ich komme zu Deinem Blog durch Andrea und Linda und wollte nur sagen, dass meine Mamma hat sich auch so viele Gedanken über meine Ernährung gemacht und immer noch macht, aber ich wollte bestimmt nicht fleischlos leben! Ich liebe mein Fleisch und obwohl ich auch Obst und Gemüse dazu bekomme, sage ich Dir, auf die könnte ich sofort verzichten! Aber wenn die Mamma das Fleisch auspackt, dann läuft mir nur das Wasser im Maul zusammen und dies war auch einer der Gründe, warum sie weg von Trockenfutter kam, damals als ich sechs Monate alt war. Die ethischen Motivationen sind zwar sehr lobenswert, aber die Natur ist meistens klüger als die Menschen, die immer wieder probieren an sie zu manipulieren, oft geht es aber nicht gut zu Ende.
    Also auch bei uns wird auf die gute Haltung der Tiere geachtet, aber vegan oder vegetarisch für den Hund kommt für uns nicht in Frage (so leid es uns auch tut).
    Liebe Grüße
    Arno und Silvia

    • Lieber Arno! Buon giorno! Ein sehr Hübscher bist du! Und schön, dass du auf unseren Blog gefunden hast 😉 Wilma sieht das genauso wie du! Sie würde mir den Stinkefinder zeigen und sich ein neues Frauchen suchen, bei dem sie Fleisch bekäme. Wir achten aber auch darauf, dass Tiere aus guter Haltung im Napf landen. Deinen Satz „Die ethischen Motivationen sind zwar sehr lobenswert, aber die Natur ist meistens klüger als die Menschen..“ finde ich sehr passend! GlG, *wuff* und trab bald wieder vorbei 😉 Wilma und ich freuen uns!

  5. Ich melde mich noch mal zu Wort. Meinen Fleischlieferanten (außer dem Fleisch, das ich vom Bauernhof hole) habe ich übrigens von Linda´s Andrea empfohlen bekommen 😀 …

    Nachdem ich mir den Artikel, den Sarah verlinkt hatte, mal angeschaut habe, muss ich doch unbedingt noch etwas loswerden: In dem Artikel von James O´Heare, dessen Buch über Aggressionsverhalten bei Hunden ich kenne und gut finde, geht es eigentlich am ehesten um einen Vergleich mit herkömmlichem Hundefutter. Und da, muss ich klar sagen, würde ich persönlich sicher sogar eine vegane oder vegetarische Ernährung vorziehen. Es kommt ja auch sowieso nicht mehr so darauf an, da viele angebliche Hundefutter zum Großteil aus Getreide bestehen. Das sehe ich auch so, wie Andrea oben geschrieben hat. Aber – abgesehen von den gängigen Aussagen (Fleischfresser, Bioverfügbarkeit der Nährstoffe, Verdaulichkeit Kohlenhydrate …) fehlen auch in diesem Artikel wieder die Hinweise auf die wirklich wichtigen Faktoren, nämlich, dass das im Magen/Darm/Trakt befindliche Abwehrsystem nur gut funktioniert, wenn dieser mit tierischen Bestandteilen versorgt wird. Dieser Punkt wird sehr gerne übersehen / vergessen, ebenso bei der Ernährung mit herkömmlichen Futtermitteln. Und es spielen da natürlich auch noch weitere Faktoren mit rein. Wenn ich meinen Hund barfe, aber mit Wurmmitteln, Impfungen, Parasitenbehandlungen und anderen starken Medikamenten traktiere, ist der Effekt ebenfalls gleich Null …

    Ja, das wollte ich noch los werden 😀

    Liebe Grüße nochmal
    Anke und Lucy

    • Top! Vielen Dank Anke. Kennst du eigentlich das Buch „Schwarzbuch Tierarzt. Hunde würden länger leben, wenn…“. Sehr zu empfehlen!!!!

      • aber ja doch … wie könnte ich das nicht kennen 😀 … Apropos Schwarzbuch … Es gibt auch Schwarzbuch Hund von Christoph Jung. Das behandelt die Geschichte von Mensch und Hund, unter anderem. Sehr spannend, sehr interessant und sehr lehrreich. Es ist ein Blick über den Tellerrand, vor allem im Bezug auf die etwas „artentfremdete“ Hundehaltung in der heutigen Zeit. Sehr zu empfehlen 😀 …

        • ;-), habe ich mir doch gedacht. „Schwarzbuch Hund“ ist so gut wie bestellt 😉 Dank dir! Wenn du weitere Empfehlungen hast, immer her damit 😉 GlG

  6. Ich würde sagen, das hatten wir schon mal. Mit Knochenmehlen in Futterrationen von Pflanzenfressern. Hat auch super funktioniert…

    Ich möchte gar nicht mal behaupten, dass man Hunde und Katzen nicht vegetarisch oder sogar vegan ernähren kann oder könnte. Wahrscheinlich sogar noch besser wie mit einem Großteil der industriell hergestellten Futtermitteln. Was ich mich allerdings bei diesem Thema sofort frage, ist, ob man sich gegen die Natur eines Tieres wenden darf, nur, weil man diese Form der Ernährung selbst praktiziert und für gut befindet. Wie wäre es, wenn man statt dessen bewusst auf eine Katze oder einen Hund verzichten würde?

    Ich schließe mich mit meiner Meinung deshalb Anke an und auch bei Linda ihrem Frischfleisch achte ich darauf, dass die Tiere aus artgerechter Haltung stammen. Ich bin froh, diesbezüglich auf einen guten Barf-Lieferanten gestoßen zu sein.

    Liebe Grüße

    Andrea mit Linda

    • Liebe Andrea, ja, da hat du recht. Ich würde Wilma auch nicht vegan ernähren, nur weil ich auf tierische Produkte verzichte. Frischkost steht bei Wilma auf dem Speiseplan und zwar vollwertig, fleischig und hundgerecht 😉 Sag mal, welchen Lieferanten kannst du denn empfehlen? Wäre vielleicht für einige Leser interessant. Herzliche Grüßen euch beide.

      • Guck mal, ich bestelle immer hier: http://www.kv-shop.de/

        Mir gefällt die Philosophie und das Team ist super freundlich. Ich hab auch schon mal im Gegensatz zu früheren Barf-Produkten gedacht, dass ich mir das im Notfall noch selbst in die Pfanne hauen würde… 😉

        Guts Nächtle

        Andrea

  7. Hallo Neele,

    danke dass du das Thema ansprichst – ich muss mich gleich mal durch alle Links und Artikel lesen, danke für die Sammlung.

    Mein Hund wird gebarft aber ich finde das Thema sehr interessant-

    lieben Gruß
    ela

    • Liebe Ela, sehr gern ;-). Wilma wird auch gebarft und wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. GlG von Wilma und mir ,-)

  8. Auch interessant: James O’Heare einer DER Verhaltenswissenschaftler wenn es um Hunde geht hat folgende Publikation zum Thema Veganismus bei Hunden verfasst: http://www.behavetech.com/vegandogs.pdf
    Ich persönlich würde Veganismus beim Hund niemal praktizieren, aber ich finde es gut, dass es das Thema wissenschaftlich aufbereitet hat. Anfangs war ich eher erstaunt und entsetzt, trotzdem finde ich einige Passagen dort sehr interessant zu lesen. Insbesondere ab Seite 31. Das Argument (oder eben Nicht-Argument) der Natürlichkeit.

    • Hi Sarah, sehr cool, vielen Dank für den Link! Ich würde es auch niemals praktizieren. Wir leben zwar vegan, werden aber immer für Wilma Fleisch kaufen. GlG

  9. Hallo liebe Neele,

    die Studie ergab, dass vegan ernährte Hunde auf jeden Fall Nahrungsergänzungen brauchen. Ich finde es ethisch absolut nachvollziehbar, dass jemand seinen Hund vegan ernähren möchte. Dabei wird aber außer acht gelassen, dass ein Hund den Verdauungstrakt von einem Fleischfresser hat und um gesund zu funktionieren, diese tierischen Bestandteile auch definitiv braucht. Genau wie bei der Ernährung mit schlechtem Hundefutter zeigen sich die Defizite daraus aber meist erst später, bzw. man merkt z.B. auch daran, dass ein Hund Würmer hat, oder viele Zecken hat, dass seine Ernährung nicht optimal ist. Die Magensäure eines Hundes ist sehr viel aggressiver, als z. B. die eines Menschen. Dadurch ist sie in der lage, viele Bakterien zu eliminieren, was aber nur so funktioniert, wenn sie durch Fleisch „trainiert“ ist. Man kann auch keinem Löwen beibringen, vegan zu leben. Bzw. vielleicht doch, der Pandabär war ja auch mal ein Fleischfresser und hat sich angepasst. Jedoch muss er nun Unmengen fressen, um seinen Bedarf zu decken. Ich meine, es gibt da auch eine Alternative. Ich persönlich möchte auch nicht, dass Tiere leiden müssen, damit ich meinen Hund satt machen kann. Deshalb achte ich darauf, dass meine Hunde nur mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung gefüttert werden. Natürlich gibt es kein industriell hergestelltes Hundefutter bei uns, meine Hunde werden frisch gefüttert. Und wenn mal nichts da ist, gibt es eben mal fleischlose Tage. Und ich mache auch gerne mal fleischlose Leckerlies selber …

    Liebe Grüße
    Anke und Lucy

    • Liebe Anke, klasse, vielen Dank für deinen Experten-Kommentar. Ich sehe es genau so wie du. Ich achte auch auf die Herkunft des Fleisches und Wilma bekommt Frischkost. Auch bei uns gibt es fleischfreie Hundekekse, aber ich muss gestehen, dass Wili sie nicht sooooo toll findet 😉 VG Wilma & Neele

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