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Was kostet ein Hund in Anschaffung und Haltung?

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Jeder, der sich einen Vierbeiner anschaffen möchte, sollte die Kosten für eine Hundehaltung nicht unterschätzen. Dem Hund ist es im Grunde nicht wichtig, ob Frauchen oder Herrchen alt oder jung, arm oder reich sind, da sein Mensch der Größte für ihn ist. Wir müssen uns aber der Verantwortung bewusst sein, die die Haltung eines Hundes bedeutet – auch in finanzieller Hinsicht. Beantwortet euch ehrlich Fragen wie: Kann ich meinem Vierbeiner all das bieten, was er zu einem gesunden und glücklichen Hundeleben benötigt? Zu allererst jedoch sollten wir folgende Frage beantworten: Was kostet ein Hund?

Von Peter Hansen

 

Hunde-Anschaffungskosten kalkulieren

Je nachdem, ob wir uns für einen Rassehund vom Züchter oder aus dem Tierheim entscheiden, kommen Kosten in sehr unterschiedlicher Höhe auf den neuen Hundebesitzer zu. Eine Rolle spielen u.a. folgende Faktoren: die Rasse, die Größe und das Alter. Zu der ersten Auslage, die wir für einen Hund kalkulieren müssen, gehören die Anschaffungskosten. Ein Hund aus dem Tierschutz oder Tierheim kostet in der Anschaffung meist sehr viel weniger Geld, da hier lediglich eine Schutzgebühr erhoben wird, um die Kosten des Tierheims zu decken. Wollen wir wiederum einen reinrassigen Welpen erstehen, müssen wir deutlich höhere Kosten einkalkulieren. Ein professioneller, seriöser Züchter verlangt für einen Junghund seinen Preis: Eingeplant werden müssen zwischen 800 und 2000 Euro.

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Finger weg von Wühltisch-Welpen!

 

Da sogenannte Wühltischwelpen und ihre Muttertiere meist unter tierquälerischen Bedingungen gehalten werden: unbedingt Finger weg von Billig-Welpen! Diese Praxis sollte nicht unterstützt werden. Darüber hinaus zahlt man für diese Tiere aus schlechter „Zucht“ mittelfristig meist mehr als für einen Hund von einem guten Züchter. Häufig sind diese Tiere nicht geimpft, sie haben Parasiten und andere Erkrankungen. Tierarztkosten werden sich hier summieren.

Hunde-Grundausstattung kalkulieren

Eine Grundausstattung sollte bereits vor Einzug des neuen Vierbeiners gekauft werden: ein Hundebett, leicht zu säubernde Futter- und Wassernäpfe, Halsband und Leine sowie ein Adressanhänger und Hundekotbeutel sinnvoll. Auch Artikel zur Pflege sind von Nöten, wie Bürsten und Kämme und eine Krallenschere sowie eine Hausapotheke mit Verbandsmaterial, Zeckenzange und Desinfektionsmittel (mehr Infos zu Pflege & Co. findet ihr hier & hier & hier & hier & hier). Abrunden könnt ihr die Ausstattung für den Hund mit Hundespielzeug (z.B. einem Ball, Zerrspielzeug, Frisbee) und Trainingszubehör wie einem Leckerliebeutel, einer Hundepfeife oder einem Clicker. Bei den Kosten für die Hunde-Grundausstattung kommt schnell eine große Summe zusammen.

Allein für die Hunde-Grundausstattung kommt ein beträchtliches Sümmchen zusammen.

 

Da gerade Welpen mit ihren kleinen spitzen Milchzähnen alles anknabbern, kommen eventuell Folgekosten auf euch zu, da ihr zerstörte Dinge nachkaufen müsst. Neben dem Hunde-Zubehör müssen Hundehalter noch weitere Kosten einplanen.

 

Wie viel kostet ein Hund Hundeblog Fiffibene

Laufende Ausgaben kalkulieren

Zu den laufenden Kosten für einen Hund gehören zum Beispiel Hundesteuer, Kosten für den Tierarzt, gegebenenfalls Kosten für einen Hundetrainer oder eine Hundeschule. Ratsam, ja fast unerlässlich, ist der Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung (zur Umfrage). Diese sichert den Hundehalter finanziell ab, ist in vielen Bundesländern außerdem gesetzlich vorgeschrieben.

Jeder Hundehalter sollte eine Hundehaftpflicht-Versicherung abschließen!

 

Sollte der Hund einmal krank werden, können eventuell auch Ausgaben für einen Hundephysiotherapeuten oder einen Tierheilpraktiker hinzukommen. Der Abschluss einer Hunde-Krankenversicherung oder Operationskosten-Versicherung kann Hundehalter vor unvorhergesehenen, hohen Kosten bewahren, sollte vorab jedoch genau geprüft und verglichen werden, es rechnet sich nicht in jedem Fall.

Vor der Anschaffung verantwortungsvoll kalkulieren

Fazit: Zur Verantwortung für einen Hund gehört auch, den Kostenfaktor genau im Blick zu haben und das eigene Budget schon vor der Anschaffung realistisch einzuschätzen. Auch wenn unser Hund uns immer lieben wird, ganz egal, wie es auf unserem Konto gerade aussieht.

 

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Hi, ich bin Neele, #Hundenärrin, #Hundemama, #Hundehaarmagnet, #Bücherwurm, #Textmaniac. Auf diesem Hundeblog schreibe ich über das Leben mit Hund. Im Hundeblog findet ihr Trends, Lustiges, Ernstes, Absurdes, Wissenswertes. Ich sage nur: Let the dogs rock the world!
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16 Kommentare

  1. Toller Artikel mit wichtigen Informationen. Bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man sich über die Kosten, die im Laufe der Zeit entstehen können, informieren. Oftmals wird dies unterschätzt, so dass es später zu Problemen kommt. Wichtig ist es, sich vorab zu informieren.

    • Liebe Laura, ja, da hast du recht, viele unterschätzen die Kosten. Man sollte immer einen ordentlichen „Aufschlag“ auf die normalen Kosten machen, denn unvorhergesehene Vorfälle oder Erkrankungen können mitunter das Budget ordentlich belasten. Vielleicht legt man sogar ein Hunde-Konto an, um immer etwas Geld auf der hohen oder niedrigeren 😉 Kante zu haben.
      Liebe Grüße
      Wili & Neele

  2. Ein sehr aufschlussreicher Artikel!
    Wenn nur jeder sich vor dem Kaufen eines Hundes informieren würde und nicht ihn ohne nachzudenken kaufen würde.
    Wie oft sieht man, dass Hunde dann schon bei kleinigkeiten aufgrund von Geld Mangel nicht richtig ärztlich behandelt werden…

    MfG Markus

    • Lieber Markus, ja, da hast du recht. Die Leidtragenden sind letzten Endes immer die Hunde, die aus unüberlegten, egoistischen Motiven oder aus einer spontanen Laune heraus gekauft werden…
      Liebe Grüße und einen schönen Tag wünschen dir
      Wili & ich 😉

  3. Guter Beitrag!
    Es gibt viele versteckten Kosten, die man am Anfang gar nicht berücksichtigt. Darüber sollte man sich aber im klaren sein, wenn man einen Hund in sein Leben integriert.
    Da heißt es dann einfach Prioritäten setzen.
    Wenn man keine Zeit hat und der Hund dann nur im Hundezwinger liegt, kann es das auch nicht sein.

    • Lieber Manu, da hast du recht! Zeit ist das wichtigste – neben Verstehen des Hundes und seiner Bedürfnisse. Und klar, finanziell muss man dann eben woanders sparen.
      Liebe Grüße von Wili und mir

  4. Sehr guter Beitrag.
    Lieber am Anfang einen gesunden Hund/Welpen holen. Und unbedingt darauf achten, wie die Einrichtung bzw. der Züchter ist und sich mit Geduld umhören und nicht voreilig handeln.
    Denn wenn der Hund später zur Last werden sollte, hat keiner mehr was von – der arme Hund noch weniger als man selbst

    • Lieber Bill, sehr schöner Kommentar. Habe dem nichts mehr hinzuzufügen 😉
      Liebe Grüße von Wili und mir

  5. Laura sagt

    Toller Artikel. Ich finde es super wichtig, sich die Kosten bewusst zu machen. In Deutschland kostet ein GESUNDER Hund gerne mal 14.000 Euro im Laufe seines Lebens. Ich studiere gerade. Wie gerne ich auch einen Hund hätte, es wäre unfair. Zeit und Platz liesen sich vllt noch irgendwie regeln, aber die Kosten? Und ich will ja dann kein Trockenfutter aus dem Supermarkt füttern. Und was wenn mein Hund dochmal krank wird? Nach oben gibt es bei den Kosten ja keine Grenze.
    Ich finde man sollte manchmal lieber warten, anstatt später in Panik überlegen zu müssen, wie man einen Tierarzt bezahlt. Ich hätte dann ein schlechtes Gewissen meinem Hund gegenüber. Es muss halt auch von der Lebenssituation her passen.

    Danke für deinen tollen Artikel.
    MfG Laura

    • Liebe Laura, das, was du da schreibst zeugt von echter Tierliebe! Wenn man sich einen Hund anschafft, dann sollte das in vielerlei Hinsicht sehr überlegt sein. Ich finde, dass das nicht nur zu Weihnachten gilt, sondern der Aufruf zur wohlüberlebten Anschaffung jederzeit Gültigkeit hat. Es ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen. Das ist eine Verantwortung, die nicht nach ein paar Jahren erlischt. Danke für deinen tollen Kommentar!
      Liebe Grüße von Wili und mir 😉

    • Hi Luka, finde ich auch. Ich verzichte lieber darauf, mir etwas zu kaufen und lege Geld für Notfälle für Wilma zurück. Scheiß aufs Shoppen 😉
      Liebe Grüße
      Wilma & Neele

  6. Sören Emmzwoaka sagt

    Wie immer ein sehr reflektierter, schöner Artikel hier auf Fiffibene.

  7. Socke-nHalterin sagt

    Liebe Cornelia,

    ich finde diese Auflistung sehr interessant und jeder Mensch, der sich einen Hund anschafft sollte sich der Kosten, vielleicht auch noch für Mehrkosten im Urlaub oder Unterbringungskosten, bewusst sein. Richtig realisieren konnte ich es auch nicht und die tatsächlich anfallenden Kosten hätte ich nicht für möglich gehalten. Nein, man sollte wissen, dass ein Hund Kosten verursacht, aber die tatsächliche Höhe will niemand glaube ich wissen…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Liebe Sabine, stimmt, im Urlaub kommt natürlich auch immer noch einiges oben drauf – oder beim Bahnfahren, überall gibt es Extra-Kosten. Ich denke, dass einfach viele nicht sehen oder nicht bereit dazu sind, dass sie für den Hund woanders Abstriche machen müssen. Das gilt für das Finanzielle, aber auch für die Freizeit. Ich finde, wenn Hund, dann zu 1.000 Prozent Hund. Dann wird niemand enttäuscht.
      Ganz dolle liebe Grüße von Wili und mir <3 <3 <3 Schmatzer an die süße Socke-Maus!

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